Sonntag, 28. April 2013

Wörterbuch rausholen, es geht nach Istanbul

Türkce bilmyorum, oder so, wird es dann wieder für mich heißen. Ich kann kein Türkisch. Adam sende! Was solls? Türkisch ist eine schöne Sprache. Ich wäre glücklich, wenn ich mehr könnte, als nur ein Essen bestellen. Zum Glück begegnet man oft Menschen, die Deutsch oder Englisch verstehen. In schwierigen Fällen kann es vorkommen, dass jemand dich begleitet, um dir weiterzuhelfen, wenn du nach einer schwierigen Adresse fragst. Das ist Istanbul, die Metropole des Morgenlandes, in der wir in 2 Tagen sein werden. Wir kommen aus der Metropole Mitteleuropas, Wien, auch ein Zusammenstoß von Kulturen und Völkern.


Wien-Istanbul: die Gemeinsamkeiten fallen auf. Das genüssliche Herumsitzen in Cafés. Das Sprachengewirr auf den Straßen. Die unergründlichen Leckereien bei den Zuckerbäckern, die in Wien anders heißen und deren Vielfalt sicher auf die Nähe des Osmanischen Reiches zur Donaumetropole deutet. Schließlich kam auch die Wiener Kaffeekultur aus dem Orient.


Cath kommt geschäftlich nach Istanbul. Ich freue mich auf Besuche bei Freunden. Wir werden für eine Woche in den Trubel dieser Stadt eintauchen, die jetzt weit über 10 Millionen Einwohner hat. Da wir im Wiener Zentrum wohnen, sind wir Lärm und Menschenmassen gewöhnt. In beiden Städten kann man jederzeit etwas zum Essen finden (durchgehend warme Küche). Ne güzel! Wie schön!

Auch bei diesem Besuch werde ich es schaffen, ohne einen Teppich wieder ins Flugzeug zu steigen. Zu oft habe ich der Gefahr widerstanden. Ausgesuchte Höflichkeit, westliche Bestimmtheit und viel Lob für die hergezeigten Teppichträume, verbunden mit ein paar geflunkerten Sätzen wie "meine Frau bringt mich um, wenn ich schon wieder mit einem Teppich ankomme", helfen da über die schlimmsten Klippen hinweg. Wir freuen uns auf Istanbul.








Freitag, 26. April 2013

Hedy Lamarr - Der Stern von Rio?

Nein, nein, nein! Meine Erinnerungen sind zwar äußerst bruchstückhaft, doch gibt es für mich keinen Zweifel, dass der Star des "Stern von Rio" unsere bezaubernde La Jana war. Ich schien auch zu wissen, dass die - filmisch gesehen - schwarz-weiss tanzende Schönheit bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Andererseit soll sie 1940 in Berlin-Wilmersdorf an Lungenentzündung gestorben sein. Was denn nun? Faszinierender ist die Beschreibung eines Film-Regisseurs, der sie in Paris entdeckt und nach Berlin mitgenommen haben will: demnach war sie "knabenhaft gebaut" und hatte "fast nur die Andeutung von Busen" (so Géza von Cziffra). Meine kindliche Liebe galt dieser, vielleicht etwas dürren, aber wahnsinnig exotischen Deutsch-Österreicherin oder Österreich-Deutschen, die als Henriette Margarethe Hiebel 1905 in Wien geboren wurde und in Berlin starb. Dass sie als Kind in Frankfurt am Main lebte und dort mit acht schon auf die Bühne kam, ist typisch für diese spätere Revuetänzerin, die neben Berlin, Wien und Stockholm auch London betanzte.

La Jana?

La Jana?
Obwohl zunächst kein großer kommerzieller Erfolg, waren ihre indischen Abenteuer der Durchbruch: "Der Tiger von Eschnapur" und "Das indische Grabmal".  In  beiden Filmen war sie eine hinreissende Tänzerin. Theo Lingen war auch mit von der Partie. Ich bin sicher, dass in Indien noch niemand von diesen Filmen gehört hat, die 1938 dort gedreht wurden. In der westlichen Welt wurden die Kinowerke später richtig bekannt, als es 1959 eine Neuauflage mit Paul Hubschmid und René Deltgen gab. Der Regisseur war Fritz Lang, der einige Jahre in Indien gelebt hatte und einen Maharadscha kannte, der ihn auf seinem Anwesen drehen ließ. Dann kam der Erfolg. Aber unsere La Jana war da schon tot. Kurz davor, nämlich 1940, drehte sie ihren letzten Film: "Der Stern von Rio". Die Premiere fand in Berlin eine Woche nach ihrem Tod statt. Vielleicht ist das der Grund, warum ich manchmal noch um diese göttliche La Jana trauere.

Was hat La Jana mit Hedy Lamarr zu tun? Eine Menge. Erstens erinnere ich mich an ihren Namen, nicht so sehr an Filme mit ihr. Dabei hieß sie zuerst Hedwig Eva Kiesler, als sie 1914, ebenfall in Wien, geboren wurde. Zweitens war sie noch nicht einmal 20, als sie ihren ersten (Skandal)Erfolg hatte, mit  Nacktszenen im Film "Ekstase", der im Jahr, als Hitler an die Macht kam, gezeigt wurde. Ich bin sicher, dass meine Mami mir nicht erlaubt hätte, diesen nackerten Film zu sehen. Doch weiß ich aus späteren Zeiten meines kino-besessenen Lebens, dass Hedy Lamarr ungewöhnlich schön war. Als Knabe hatte ich durchaus ein Auge für so etwas. Kein Wunder, dass sie nach ihrer Arbeit bei Max Reinhardt mit viel Erfolg nach Hollywood durchgereicht wurde. Sie galt als "the most beautiful girl in the world". Drittens, hätte sie als Tochter einer assimilierten Familie, also mit "nichtarischem Hintergrund", in Großdeutschland keine Chancen gehabt, obwohl sie ebenfalls eine deutsch-österreichische Vita hatte. Ihr Leben endete aber nicht auf dem Gipfel des Ruhmes, denn Hedy Lamarr geriet in Vergessenheit. Sie litt Ende der 60er Jahre an psychischen Problemen. Hatte einen Ladendiebstahl hinter sich und eine rückhaltlose Autobiographie geschrieben. Was ihr einst als bewunderndes Publikum zu Füßen gelegen hatte, wandte sich ab. Ihre Asche liegt heute verstreut im Wienerwald.

Johnny Depp?

Diese bezaubernden Erinnerungen an einstige Filmdivas sollen jedoch den Blick auf Gegenwärtiges nicht verstellen: Leider fällt mir gerade keine weibliche Schönheit ein (tant pis pour moi!), aber ein waschechter Komödiant, der alles hat, was ich mir als Frau von einem Mann vorstellen könnte. Er singt und tanzt, blödelt und schmachtet, tut alles, um er selbst zu sein: Johnny Depp. Oh, Johnny!










Mittwoch, 24. April 2013

Einmal Jude - immer Jude?

Wir Nicht-Juden in Deutschland und Österreich haben es auch nicht leicht. Über 10% unserer Bevölkerungen sollen antisemitisch sein, woran ich keinen Augenblick zweifle. Interessant ist jedoch auch, was die 80-90% Anderen denken. Viele von ihnen wurden in der Scham erzogen, Nachfahren von Massenmördern zu sein. Manche revoltieren dagegen, jedoch mit den falschen Argumenten? Es waren keine 6 Millionen? Auschwitz - eine Lüge? Zionistische Verschwörung? Das Kapital in jüdischen Händen?
Von Horst Köbele

Dies alles geht an einer Sache vorbei, die wir vergessen: dass der Mensch dazu neigt, zu verdrängen. Was haben wir nicht alles verdrängt? Vor allem die Gewalt der Vergangenheit lässt sich großartig wegleugnen. Wenn sich dann kein Schwein mehr darüber aufregt, ist die Sache gegessen. Deshalb haben wir eine Pflicht: die Gewalt, gerade heute, überall da zu sehen, wo sie gerade ist, ohne das Gewesene zu verdrängen.

Mir gelingt das manchmal mit der Vorstellung, ich sei Jude. Bei "nur" 10% Rassismus, Antisemitismus gehört dazu schon etwas Mut. Mehr Courage verlangt aber das Hinstehen und Bekennen, dass man dies oder jenes ist. Zeugen Jehovas können ein Lied davon singen. Auch sie gehörten zu den "Ausgesonderten". Da war es fast noch ein "Vergnügen", bloß entarteter Künstler zu sein.

Welche "Geradlinigkeit" gehörte einst schon dazu, wegen einem jüdischen Bekannten den Bürgersteig nicht zu wechseln. Welcher Todesmut auch, einem solchen Mitbürger zu helfen, ihn gar zu verstecken. Auch das hat es gegeben. Das zarte Pflänzchen Menschlichkeit muss uns auch heute erhalten bleiben:
Muslime, Juden, religiöse Minderheiten, sexuell anders Orientierte, Zugezogene und Gebrechliche sind auch Menschen. Vergessen wir das nicht. Lebensunwertes Leben hat es nie gegeben, nur Fanatiker, die laut schreien. Sie scheinen auf dem Vormarsch. Hier hilft nur Mut zum Hinstehen. Einmal Jude sein: warum nicht?



Dienstag, 23. April 2013

Wiener G'schichten oder G'schichten aus dem Wienerwald

Fatale Assoziationen kommen da in den Sinn: einerseits die Resto-Kette Wienerwald, die in Deutschland den Geschmack für Brathendln endlich zerstörte. Hoffentlich ist das Wirtshaus Wienerwald, ganz nah am Stephansdom, nicht mit diesen ehemals preiswerten Buden in der BRD verwandt oder verschwägert. Andererseits, denke ich an Franz Joseph Strauss, den Bayerischen Löwen, der mal Kanzler in Bonn werden wollte. Es stellen sich mir immer noch die (ergrauten) Haare zu Berge, denn der Weg dieses Folklorekaisers war mit Skandalen gepflastert (Hispano-Suiza, New York, Star Fighter, etc.).

Nein, wir haben es jetzt mit einem wahren Helden zu tun, der wiederum eng mit Wien verbunden ist. Der Walzerkönig hieß auch Strauss. Er ist bei weitem der berühmteste unter den Sträussen, obwohl ein gewisser Strauss-Kahn vor nicht langer Zeit ganz schnell bekannt wurde, als Frauen-Nötiger.  Auch Strauss Vater war kein Unbekannter, vom Neffen Richard Strauss ganz zu schweigen. Johann Strauss II, der Walzerkönig, verdient auch heute noch, im Zeitalter von Rock, Pop, Rap und ähnlichen Lärmquellen, alle Ehre. Über 400 Walzer, Polkas u. ä. hat er komponiert. Sowie Operetten wie "Die Fledermaus", "Eine Nacht in Venedig" oder "Der Zigeunerbaron". Auf den Baron komme ich noch zurück.

Wir wohnen seit Februar in der Blutgasse im 1. Bezirk in Wien. Mozart wohnte ein paar Schritte weiter. Und der Stadtpark ist für den Wiener eine grüne Insel, jenseits des Rings. Leicht zu erreichen, jedoch, da bisher mit viel Schnee bedeckt, jetzt erst von uns aufgesucht, wo alles in Blüte steht. Natürlich lockt das auch die Japaner und all jene, die ohnehin nach Wien gekommen sind, um Sachertorte zu essen. In hellen Scharen umlagern sie hier das süßeste Denkmal, das man je gesehen hat: den Geige spielenden, reich vergoldeten und total ziehrlichen Johann Strauss, den Walzerkönig.

Hinter solchen Genies der leichten Musik steckt sicher eine Frau. Bei Johann steckten gleich drei dahinter: die erste starb nach 16jähriger Ehe, wonach er innerhalb sechs Wochen eine Schauspielerin heiratete, von der er sich wegen ständiger Zerwürfnisse schnell wieder trennte. Die Katholische  Kirche verweigerte jedoch die Scheidung, und Johann Strauss, eben ein Genie, das weiß was es tut, wechselte den Glauben und wurde Staatsbürger von Sachsen-Coburg-Gotha. Mit dieser Großmacht im Rücken, lebte er von nun an mit seiner Adele Deutsch, die ihn u.a. zum Kaiserwalzer und dem Zigeunerbaron anfeuerte.

Frühlingspfütze nicht weit von Johann Strauss II

Seine G'schichten aus dem Wienerwald (1868), Im Krapfenwald'l (1869) und der Banditen-Galopp 1877) waren da schon längst geschrieben. Mein persönlicher Anteil an Johann Straussens Welterfolg blieb bescheiden: als Schüler der Keplerschule besserte ich abends mein Taschengeld mit Statisterei am Stadttheater Pforzheim auf, indem ich im Zigeunerbaron mitsang: "Her den Tschako, her den Hut, siegen oder sterben. Heute muss das Ungarheer siegen oder verderben". Meine abendliche Gage betrug 6 De-Mark. Die Mathearbeit am kommenden Morgen war dann entsprechend.











Es ist eigentlich immer noch zum Kotzen

Die Anwälte haben sofort reagiert. Man hat mich aufgefordert, zeitnah meine unbewiesenen Beschuldigungen zurückzunehmen und zu bestätigen, dass meine Anspielungen jeder Grundlage entbehren. Hiermit nehme ich alles zurück, was mich selbst belasten könnte. Die Anspielungen erleiden große Entbehrungen. Sich in ein schwebendes Verfahren einmischen! Wo gibt's denn das? Aber, ich will mich jetzt outen, denn, man kann nie wissen, ob man nicht schon zum Abschuss freigegeben ist.
Ich oute mich!

Ich habe vor Jahren Steuerhinterziehung begangen: damals rauchte ich noch, was mir wohl nicht als mildernder Umstand angerechnet werden muss. Ich brachte die erlaubte Stange Zigaretten aus dem Ausland mit (muss ich mich an das Land erinnern?), hatte jedoch (unbeabsichtigt?) noch ein paar Schachteln in meinem Koffer mitgeführt. Es kam nie heraus. Doch jetzt, wo offensichtlich ein moralischer Ruck durch das Land geht, will auch ich nicht mehr einfach abtauchen. Meine Selbstanzeige wurde von einem meiner Anwälten rechtzeitig an die zuständige Stelle weitergeleitet. Die bearbeitet jetzt den Fall.
Bionüsse? Freilandeier?

Obwohl, zur Zeit werden viel gravierendere Akten wegen Nichtigkeit geschlossen. Hatten wir nicht einen Bundespräsidenten in Deutschland, der wegen unerheblichen Mauschelns ins Gerede kam, aber trotzdem seine monatlichen Bezüge dankbar entgegennimmt? Ist die Akte bald zu? Wie steht es mit dem zum Verzehr freigegebenen Pferdefleisch? Den glücklichen Freilandeiern? Ich möchte keine Namen nennen, die bereits beschmutzt sind. Jeder kennt sie, und ihre Anwälte sind wachsam. Ob sich ein FC Bayern Präsident outet oder ein anderer gerade geoutet wird, der Club der Gezeichneten wird immer größer. Ändert das irgend etwas? Das Ansehen ist beschädigt. Zurecht! Es ist eigentlich immer noch alles zum Kotzen.



Montag, 22. April 2013

Eigentlich ist es zum Kotzen

Alles! Wie indiskret Medien sein können. Wie sie sich auf eine Seite schlagen können. Wie unschuldig sie tun können. Da hinterzieht einer Steuern, versteckt seine Millionen in der friedfertigen Schweiz (das Ländchen mit dem Bankengeheimnis), dann machen einige auch noch Geld mit der Petzerei. Dann kriegen einige Angst und zeigen sich selbst an. Dann sagt die Merkel, sie sei enttäuscht. Dann ist wieder alles still.

Ehrlich währt am längsten? So ein Blödsinn!

Ja, Herrgottnochmal, wir wissen schon lange was hier los ist. Hört man denn noch Wahres aus dem Mund von Politikern? Gibt es denn noch Raffsüchtige, die auf ihre Gier verzichten? Sich ihrer schämen? Wir haben sie jetzt, fast jeden Tag, diese elektronischen Tsunamis. Ein bisher Unbescholtener kann in Minuten zum Feind der Nation werden. Echte Gauner und Gaunerinnen verstehen es, sich geschickt zu drücken. Die Gründe sind nicht immer deutlich. Wenn es aber um Millionen €ros geht, die ins Ausland verschleppt werden, um Steuern zu umgehen, setzt sich der elektronische Wahn in Gang. Wird sich dabei irgend etwas ändern? Wie sagte das liebe Jesulein, als es schon etwas älter war? "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr...." Vielleicht sollten wir endlich auf diese Massenveräppelung reagieren. Aber, wie? Mit Abwahl? Auch der Präsident des FC Bayern kann jetzt nicht einfach weitermachen. Oder doch?

Freitag, 19. April 2013

Kann denn Liebe Sünde sein?

sang sie voller Inbrunst, und ich bin sicher, sie meinte es auch, nämlich, dass Liebe eigentlich keine Sünde ist. Wir sehen sie gelegentlich noch in Schwarz-Weißfilmen und freuen uns über ihr schauspielerisches Talent, gepaart mit einer leicht männlichen Stimme, die in den späteren Jahren ihres Lebens auch viele unserer schwulen Mitbrüder kirre machte. Liebe zwischen zwei Männern war sicher nicht ihr Ding, doch konnte sie die heteromännliche Gegenseite mit allerhand aufmüpfigen Provokationen auf Trapp halten. "Wer wird denn weinen, um den Einen, den Einen? Es gibt so viele..." Zarah Leander, die Schwedin im deutschen Film der 30er-50er Jahre, hat es verdient, ab und zu mit Bewunderung aus der Vergessenheit geholt zu werden. Im Theater an der Wien, in Wien, hatte sie übrigens 1936 ihren ersten fulminanten Erfolg, mit über 60 (!) Vorhängen, auch wenn es nicht in erster Linie um die Liebe ging.

Auch Nächstenliebe ist keine Sünde

Die Frage ist damit natürlich nicht beantwortet. Liebe als Sünde? Wo kämen wir hin, wenn man im theologischen Sinne die Liebe allein mit der geschlechtlichen Fleischeslust gleichsetzte? Auch Fleischeslust kann etwas Schönes sein. Ich denke dabei nicht zuerst an Schnitzel oder an Rindercarpaccio. Andererseits haben die alten Herren aus Rom immer schon am Fleischlichen herumgemäkelt, obwohl auch unter ihnen diese Sünde nicht automatisch so eng gesehen wird. Also nocheinmal: kann denn Liebe Sünde sein?

Das Vokabular ist höchst gefährlich: Sündenböcke erinnern an alte Böcke. Der Sündenfall im Paradies hatte mit Apfel und Schlange zu tun, aber, haben Adam und Eva überhaupt bereut, was da gechehen ist? Und, was ist da geschehen? Und, was hat sich der Schöpfer dabei gedacht? Haben wir ein paradiesisches Sündenbekenntnis zu hören bekommen? Und, was ist eine Todsünde? Was, eine lässliche? Was, ein Sündenregister? Was meint Zarah mit dem Satz: "Lieber sünd'ge ich mal"? Wir kommen einfach nicht weiter. Nocheinmal: kann denn Liebe Sünde sein?

Es ist besser, diese Fragen nicht zu stellen.

Donnerstag, 18. April 2013

Wiener G'schichten - vor hundert Jahren

Der Zufall spielt oft verrückt. Im Jahr 1913, bevor der Erste Weltkrieg begann, lebten viele Anarchisten und potenzielle Diktatoren in Wien. Hätte man es gewusst, man hätte sie alle zum Psychoanalytiker Sigmund Freud schicken können, der dort auch wohnte, bevor er vor den Nazis nach England flüchtete.

Josip Broz, auch unter dem Namen Tito bekannt, war Metallarbeiter in Wien, bis er in die österreichisch-ungarische Armee eingezogen wurde. Er hätte in Wien Joseph Stalin treffen können, der allerdings nur einen Monat dort weilte. Dem Stalinismus setzte er den Titoismus entgegen,eine Art Gegen-Diktatur mit weniger hässlichen Zügen. Und Leo Trotzki war die längste Zeit in Wien: von 1907 bis 1914. Er wurde nicht Diktator.  Das gab ihm die Zeit, das russische Magenblatt "Prawda", auf Deutsch "Die Wahrheit", zu gründen. Dass die Prawda alles andere als die Wahrheit sagte, hatte sich zu Zeiten der Sowjetunion schnell herumgesprochen. Wahrscheinlich vom Geheimdienst Stalins 1940 in Mexiko erschossen.

Und dann war da noch Adolf Hitler, der sich von 1908 bis 1913 als Maler in Wien versuchte. Wie wir wissen, mit wenig Erfolg. Zufall, oder Schicksal? Wer weiß es. Die BBC hat den Finger darauf gelegt, konnte jedoch nicht mehr herausfinden, als dass sie alle ihr Kaffeehaus hatten, wo sie ihre Gesprächspartner fanden. Oder ist Wien ein idealer Ort für Chaoten? Immerhin hat Adolf seinen Österreichern den Anschluss eingebrockt, an den sich heute noch viele erinnern. Warum kommen solche Monster nicht in anderen Hauptstädten zusammen? New York? Tokio? Buenos Aires? Wien war halt ein Anziehungspunkt für alles. Mehr als 50 Millionen Menschen lebten damals im Kaiserreich. Viele Minderheiten mit vielen Muttersprachen. Offiziere mussten damals lernen, Befehle in 11 Sprachen zu erteilen. Wien erscheint mir heute eher friedlich, unmilitärisch, aber ebenso vielsprachig wie vor hundert Jahren.


Chaoten und Anarchisten treffen sich nicht. Sie kochen ihre eigene Suppe, agieren im Stillen, sind feige und unberechenbar. Das sieht man wieder in den USA. Und immer trifft es die Armen, Kleinen, Unschuldigen.







Mittwoch, 17. April 2013

Hallo, David Hamilton, du bist 80!

Was lese ich da: du bist heute 80 Jahre alt? Wie die Zeit vergeht. Der Herr des Weichzeichners, wie er genannt wird, hat seine Werke millionenfach und weltweit verkauft. Ich begegnete seinen Postkarten zum erstenmal in Paris. Überall wurden sie zum Kauf angeboten. Stilisierte, verschleierte, ästhetisch aufgemachte junge Mädchen, meist, waren da zu sehen. Ich hätte so etwas nie gekauft. Mir erschien Hamiltons Fotografie nicht ganz ehrlich.


Dann, in den Achtziger Jahren, war ich nach einer Bandscheibenoperation in Straßburg für 6 Wochen ans Bett gefesselt und langweilte mich. Die Rettung kam von einem Freund, der mich besuchte und mir einige Bildbände von David Hamilton brachte, französisch und englisch im Original. Er verlegte alle Arten von Fotokunst in Deutschland und hatte sich vorgenommen, auch Hamilton zu verlegen. Natürich sagte ich zu, diese Bildbände ins Deutsche zu übersetzen, zumal der Text nur aus den  jeweiligen Legenden zu den Fotos bestand.

Schnell merkte ich, dass die Originale etwas schwulstig, die Fotos etwas lasziv waren. Kitschige Pornos? Pornografischer Kitsch? Nicht ganz so schlimm, dachte ich, eher ein wenig in der Mitte. Und für mich, den genesenden Übersetzer, eine faszinierende Herausforderung, denn: Erstens bin ich kein Übersetzer. Zweitens habe ich eine ganz hohe Meinung von guten Übersetzungen, und schlechte gibt es in Hülle. Drittens, musste die Übersetzung eine gute Übersetzung des erotisierenden Stils dieser Bände sein. Kitsch hätte ich mir nie zugetraut. Ich brauchte ziehmlich lange für die deutsche Fassung, die gloreich abgeschlossen und publiziert wurde.


Von David Hamilton erhielt ich eines Tages eine Widmung mit Dank. Der Weichzeichner hat mit seiner fotografischen "Offenheit" wohl auch Anstoß erregt. Doch, was sind heute noch halbnackte junge Mädchen, wenn diese sogar in Schaufenstern zu sehen sind? David lebte mit seiner Mona zusammen, die seine Leidenschaft für "Unverhülltes" zu teilen schien. Die Gefahren für Mädchen liegen heute woanders: wir kennen sie, und können uns als Männer nicht erlauben, wegzusehen, wenn wir von Übergriffen hören oder erfahren. Nacktheit ist es nicht. Es ist die Grenzüberschreitung. Jetzt ist Hamilton 80. Ich gehe am Stephansplatz in Wien in einen Buchladen, frage eine junge Verkäuferin nach einem Bildband von David Hamilton. "Hamilton? Da muss ich nachsehen" "Nicht nötig", sage ich. "Das ist wohl Schnee von gestern". Und Hamilton ist jetzt 80.



Montag, 15. April 2013

Wiener G'schichten VI - Hamdullillah!

Es fällt schwer, noch daran zu glauben: in Wien ist der Frühling los. Das erste sonnige Wochenende mit Temperaturen zum Jubilieren. Entsprechend schwärmten die Wiener in alle Richtungen. Während gestern etwa 40000 Marathonläufer am Heldenplatz ankamen (wir konnten zum Glück diesen Zusammenprall meiden), fuhren Tausende mit der U-Bahn zum Praterstern: Im Prater blüh'n wieder die Veilchen. Wir haben sie gesehen, und noch vieles mehr. Und auch ein Schnitzel gegessen, in einer Prater-Kneipe, die herrliches braunes Bier ausschenkte.

Praterveilchen mit Pit

Der Wiener ist ja auch Mensch. Als solcher liebt er seine Stadt. Er tut alles, um sie ins rechte Licht zu rücken. Früher hat einmal Adolf Hitler am Heldenplatz Reden geschwungen. Gestern stand dort eine Riesentribüne, um die Ankunft der Marathonläufer zu feiern. Solchen Großereignissen  geht man gerne aus dem Weg. Uns genügte ein Bummel über den Judenplatz und ein Klavierstündchen im Café Central. Unserem Freund Pit scheint es gefallen zu haben, denn er will wieder kommen. Heute früh habe ich ihn zum Westbahnhof gebracht. In der strahlenden Sonne, versteht sich. Jetzt hat uns der Alltag wieder: leere Flaschen wegbringen. Frisches Gemüse einkaufen. Endlich alle Fenster öffnen. Der Frühling ist da. Hamdullillah!

Ein Riesenrad besonderer Art






Donnerstag, 11. April 2013

Weniger Arzt - mehr Gesundheit?

Es klang wie ein Vorwurf, heute Morgen, in den ZDF-Nachrichten: die Deutschen gehen weniger zum Arzt. Dafür mag es sogar Gründe geben: Unnötiger Medikamenteverschrieb, weniger ärztliches Engagement bei Patienten, die schwer zu diagnostizieren sind, die allgemeinen Kosten, die auch Patienten gerne senken würden. Das verlorene Vertrauen, das Ärzte heute mit Politikern, Bankern, Kirchenleuten und Autoverkäufern teilen müssen? Von allem etwas, könnte die Antwort sein.

Fragen Sie zur Abwechslung mal sie!

Wer gute Freunde, sogar eine Tochter, im Arztberuf  weiß, kennt das Problem: Ärzte wissen selbst, dass der Stand der Weißen Kittel an Ansehen  eingebüßt hat. Aber, warum? Wenn wir nach Frankreich schauen, sehen wir, dass der Arzt nach seiner Beratung und Verarztung sofort vom Patienten das Honorar erhält. Das lässt den Kranken nie vergessen, dass er es ist, der das Gesundheitswesen finanziert. In Großbritannien ist alles "kostenlos". Ob es da Mißbrauch gibt? Wir vermuten es. In den Ländern mit einem (vielleicht zu gut funktionierenden) Krankenkassensystem, türmen sich auch Fragen nach dem Sinn des Ganzen auf. Warum werden so wenige Organe gespendet? Warum sind manche Medikamente so teuer? Warum machen Ärzte den Zirkus mit der Pharmaindustrie so gerne mit? Warum wird ein wirklich guter und dem Patienten stets aufgeschlossener Arzt selten reich?

Wir stehen alle im Zwang, erfolgreich zu sein und Geld zu verdienen. Das ist die Krise unserer Zeit. Auch der Patient hat das Recht, nachzudenken. Das führt eben auch dazu, dass der kluge Mensch zuerst versucht, sich selbst zu helfen. Das kann dazu führen, dass er weniger den Arzt aufsucht und auch weniger Fragen an Arzt und Apotheker zu richten hat. Letzterer lässt das Opfer ja geradezu "lesen, was gesund macht". Das ist auch dämlich.

Mittwoch, 10. April 2013

Wiener G'schichten V - die Putzerin

Manchmal führen Worte auch in die Irre. In der Wiener Innenstadt findet man öfter mal einen Hinweis auf eine Putzerei. "Das putzt ungemein" ist mir noch in Erinnerung. Das könnte aus den Buddenbrooks stammen, ist jedoch nicht sicher. "Macht was her", könnte man auch sagen. Manchmal ist es besser, ungenau zu bleiben. Hier, in Österreich heißt Putzerei "chemische Reinigung", oder täusche ich mich da?

Auf alle Fälle hat es etwas mit Sauberkeit zu tun. Für uns Männer eher eine Angelegenheit für Frauen. Putzfrauen. Raumpflegerinnen. Zugehfrauen. Ich will ja den Fehlerteufel nicht heraufbeschwören, aber, gibt es nicht auch Putzteufel? Ich erinnere mich mit Unmut an die Putzfrau meiner Eltern. Sie hieß Frau Knäble, was nicht besonders schlimm war. Sie schwäbelte sehr, was auch noch hingenommen werden konnte. Ihre Putzmethoden jedoch waren brutal. Ich als Heranwachsender schien ihr immer im Weg zu stehen, wenn sie putzte. Mein Vater ergriff am Putztag immer die Flucht, kam sogar mal leicht angetrunken nach Hause und fragte: "Ist sie weg?". Meine Mutter war am Putztag oft nicht aufzufinden, aber Frau Knäble wusste immer wo ich war. Setzte ich mich aufs Sofa, musste sie unbedingt dort unten herumwischen. Ging ich mit meinem Buch in einen Sessel, kam sie mit dem Staubwedel an und fegte mich hinweg. Es sah so aus, als würde sie mit meinen Eltern gemeinsam alt werden. Ich sah sie bei meinen Besuchen manchmal noch und schloss mich sofort meinem Vater an. Sie war mein persönliches Problem, von dem ich nie loskam.

Meister Proper?

Wir blättern weiter: Wien, Blutgasse. Die Wohnung atmet die Luft von Jahrhunderten. Doppelfenster, Parkettboden, Ritzen und Teppiche, die meine Mutter immer als Staubfänger bezeichnet und kräftig geklopft hat. Meine berufliche Zurückgezogenheit (ich bin Pensionär, hier in Wien: Pensionist) macht es notwendig, da wir bis jetzt keine Frau Knäble gefunden haben, dass ich höchstselbst den Staubsauger und den Putzlappen betätige. Überall diese Staubwolken, Flusen, Flecken und Ansammlungen von Unrat. Mühsam versuche ich, meiner oft von Reisen heimkehrenden Gemahlin zu verdeutlichen, dass ich am Putzen war. Manchmal lasse ich sogar, wie unbeabsichtigt, den Staubsauger sichtbar in einer Ecke stehen, um so auf meine Heldentaten hinzuweisen. Wieso hatte ich nie Verständnis für das Wirken von Frau Knäble? Immerhin war danach alles sauber. Jetzt trage ich die Verantwortung und muss aufpassen, dass ich nicht zum Putzteufel mutiere.














Dienstag, 9. April 2013

Des Meeres und der Liebe Wellen



Bevor sie mich zu Grabe tragen,
bleibt mir noch Zeit für dich,
auch wenn der Zeiten Zähne nagen,
der Schwung des Lebens zärtlich wich,
bleibt mir die Kraft, ich muss es sagen,
zu lieben dich, ganz fürchterlich.
Bevor das Grab mir wird gebuddelt, 
wirst du ganz arg von mir geknuddelt!

Lady Thatcher und Jean-Paul Belmondo

Was haben diese beiden mit Florian Silbereisen zu tun? JPB wird heute 80 und macht einen kühnen Sprung auf die 90 zu. Unterhaltungswert? Groß. Lady Thatcher: auf diese Dame hätte die Welt gut verzichten können. Sie starb schließlich und hinterließ allerhand Hassgefühle. Gut, für ihr Land hat sie eine Insel zurückerobert, die näher an Argentinien als an Großbritannien liegt. Dann hat sie systematisch gegen den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg gemotzt, und die deutsche Wiedervereinigung war ihr ein Dorn im Auge. Unterhaltungswert: auch nicht von Pappe. Jetzt sagt der britische Premier Cameron mit schmerzverzerrtem Gesicht, sie sei in die Geschichtsbücher eingegangen. Friede ihrer Asche.


Jetzt verlangen wir auch einen Platz für Florian Silbereisen. Eigentlich meine ich Hansi Hinterseer. Die beiden haben etwas gemeinsam: ihre Mütter wurden (wahrscheinlich) vom Ortspfarrer auf die guten Stimmen ihrer Söhnchen angesprochen. "Da muss man etwas unternehmen, der Flo bzw. der Hansi, die haben's drauf. Die müssen ins Fernsehen". Jetzt sind sie's. Am Sonnabend Abend ist es dann wieder so weit: FS und/oder HH singen und unterhalten die Millionen. Unterhaltungswert? Nun, Singen ist auch Arbeit. Ein bisschen Talent zum Hinstehen und Mikrohalten muss natürlich auch sein. Dann ist das Publikum, das sich ja nie wehrt, zum donnernden Applaus bereit. An den Schirmen kann man abschalten, wenn man jedoch in der fünften Reihe sitzt, gehört Mut dazu, aufzustehen und zu gehen.

Es kommt zusammen, was....

Das war bei Thatcher nicht möglich. Jetzt ist sie gegangen. Jean-Paul Belmondo, unser Filmheld, wird heute 80. Glückwunsch. Und Samstagabend Abend glotze ich nicht. Das hält jung.

Montag, 8. April 2013

Faulheit macht gesund!

Dieser Kollege von mir - es war in Frankreich, vor Jahren - hatte immer einen total aufgeräumten Schreibtisch. Dafür beneidete ich ihn. Mein Urteil: nur intelligente Menschen können sich das leisten. Bei mir, hingegen, herrschte an meinem Arbeitsplatz regelrecht Chaos. Alles lag herum, doch wenn ich etwas benötigte, genügte ein Griff in den Stapel, und ich hatte es gefunden. Damit konnte ich leben, zumal mir einmal jemand nachsagte, ich sei "studieux et travailleur", also, "arbeitsam und fleißig". Wie kommt man zu seinem Ruf?


Als Kind, etwa mit 10 Jahren, fragte ich mich ernsthaft, ob ich eine Veranlagung zur Faulheit habe. Jetzt, wo ich nicht mehr im Arbeitsleben stehe, kann ich es eingestehen. Meine Antwort war: ja. Ich habe lange daran schwer getragen und versucht, meine angeborene Faulheit zu verheimlichen. Das muss gelungen sein, denn ich galt immer als relativ fleißig. Das Tagträumen, als Nebenprodukt der Faulheit, habe ich jedoch nie richtig aufgegeben. Noch heute kann ich am Fenster sitzen und an herrliche Dinge denken. Vielleicht erklärt das, warum ich nie ein Kandidat für Burn-out war.


Es fällt auf, dass sich niemand mehr zu erlauben scheint, die Beine baumeln zu lassen. Betriebsamkeit ist ein unerlässlicher Wert in unserer Welt geworden. Wer faul herumsitzt, ist selbst schuld, wenn etwas nicht klappt. Arbeitslosigkeit, als Zustand des "Geradenichtarbeitens", existiert nicht. Oft schützen gerade entlassene Arbeitslose Betriebsamkeit vor, um die Schmach besser ertragen zu können. Dabei lassen die echten Finanzgenies ihr Geld arbeiten, während sie sich betriebsam an den Beckenrand ihres Pools legen und auf neue Gewinnmeldungen warten. Man hat es dann zu etwas gebracht, und zwar mit Intelligenz und Faulheit. Oder, wie soll man das nennen?

Ist es heute nicht so, dass man, je fleißiger man ist, desto weniger Geld verdient? Diesen ungeheuerlichen Gedanken möchte ich ins Positive wenden: ein gutes Maß an Faulheit tut dem Menschen gut. Ich leiste mir das immer öfter.




Sonntag, 7. April 2013

Wiener G'schichten IV - Sissi, die schöne Kaiserin

Man kommt nicht um sie herum. Wer im Wiener Zentrum durch den Eingang zur Hofburg geht, stößt auf die Gemächer der Kaiserin. Doch zuerst weht hier ein strenger Pferdegeruch, wenn man an den Fiakern vorbei geht, die auf die zahlreichen Touristen warten. Bei der Kaiserin Elisabeth riecht es dann schon besser. Zwar muss man erst an den Hofwäscheverwahrerinnen, dem Hofzuckerbäcker und dem Leibbüchsenspanner des Kaisers vorbei, dann aber kann man die kaiserlichen Herrlichkeiten ungehemmt bewundern. Der Hausrat von Sissi ist umfangreich. Er ließe sich auf hundert gutbürgerliche Haushalte verteilen, und es wäre immer noch genug übrig, um einen königlichen Gast zu bewirten.


Wahrlich kaiserlich auch die Gemächer, die Franz Joseph mit Elisabeth teilte. Sogar Turngeräte hatte Sissi in ihrer Ankleide stehen, denn sie liebte die Schlankheit. Ihre Schwester Helene, genannt Nené, hätte den Franz Joseph eigentlich abbekommen sollen. Der aber, beim Anblick der jüngeren Elisabeth, entschied sich für seine Sissi, während Nené später Maximilian Anton von Thurn und
Taxis ehelichte, was auch keine schlechte Partie war. Sissi war eine bildhübsche Kaiserin, was man heute noch in den Schaufenstern um den Stephansdom herum begutachten kann. Zwar hielt sie engen Kontakt mit ihrem bayrischen Elternhaus und den zahlreichen Brüdern und Schwestern (bis auf eine), doch sie liebte es auch, gelegentlich inkognito als Gräfin Soundso in der Welt herumzureisen.
Unsere hochverehrte Romy Schneider, selbst eine der schönsten Frauen des Kinofilms, war für die Verkörperung der Kaiserin als Sissi gerade gut genug. Und zusammen mit dem herben Karl-Heinz Böhm ein Traumpaar, das die österreichisch-deutsche Seele in höchste Verzückung versetzte.

Die Wiener Hofburg

Leider geschah, fernab der geliebten Hofburg, am Genfer See das große Unglück. Die noch junge Kaiserin, als Gräfin Soundso, war im Hotel Beau Rivage am See abgestiegen, wurde auf dem Weg zu einer Bootsfahrt von einem Chaoten 1898 erstochen. Die traurige Berühmtheit dieses Hotels kam vor nicht langer Zeit wieder in Erinnerung, als ein gewisser Uwe Barschel in einer Badewanne, voll bekleidet, tot aufgefunden wurde. Was in diesem Zimmer passierte, konnte bis heute nicht rekonstruiert werden. Kurz davor hatte Barschel im deutschen Fernsehen noch verkündet: "Ich gebe mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort"... Aber aus dieser schmutzigen Sache kam er nicht mehr heraus. Heute lohnt es sich kaum noch, dieses Ereignis zu würdigen.

Kaiserin Elisabeth, von Winterhalter gemalt

Der Tod der Kaiserin jedoch war eine Katastrophe, von der sich Österreich nie so richtig erholt hat. Deshalb gibt es wohl heute hier unsere Sissi in allen Formen zu kaufen, als Tasse, Unterteller, Vase, Schal, Püppchen, Seifendose und Praline.









Viele Köche versauen den Brei

Adolf Hitler hatte einen Leibkoch. Wir wissen, was aus dem damals wohl doch liebevoll Bekochten wurde: Staub der Geschichte. Ich hatte eine Leibköchin, die mir die herrlichsten Kochrezepte hinterlassen hat, die man sich vorstellen kann. Es war meine Mama, der ich mit Eifer beim Kochen zuschaute. Mein visuelles Gedächtnis hätte mich zum Starkoch machen können, denn worauf kommt es heute an? Auf Großmutters Rezepte. Jene geheimnisvollen Machenschaften in der Küche, deren Orchesterchef Mütter, Großmütter und Tanten waren. Dann gab es noch, im Ersten Deutschen Fernsehen, den ersten deutschen Fernsehkoch namens Wilmenrod. Man sagte später von ihm, nicht er habe kochen können, sondern seine Frau, die hinter der Kamera den Kochlöffel für ihn rührte.





Ein liebenswerter Kochlöffelschwinger der späteren Generation war auch unser Alfred Biolek, der oft seine Böhmische Oma hervorkramte, von der er alles gelernt habe. Nur, er selbst war zwar ein guter Unterhalter, aber, war er auch ein guter Koch? Das alles war noch zu ertragen, doch heute werden wir von der Köchemafia des Fernsehens erschlagen. Kochen mit Unterhaltung? Unterhaltung mit Kochen? Auf zur Küchenschlacht? Haben wir das verdient? Erinnert sich überhaupt jemand hinterher an den kunstvoll zusammengeschusterten Fernsehfraß? Endprodukt einer solchen Gastronomenschau: pompös hindrapierte Gerichte, die von den vorprogrammierten Kostern offiziell als köstlich bezeichnet werden. Für mich sind solche Sendungen auf gleicher Stufe mit den Wetterberichten angesiedelt: viel Wind, ein wenig Schnee und Regen als Zutaten, das Ganze vermischt auf die kommenden Tage vorhergesagt. Danke, ich habe schon gegessen.



Worauf kommt es an? Mama, hilf mir, damit ich es einwandfrei zusammenkriege: Gutes Essen entsteht, wenn man die Auswahl richtig trifft. Das gute Fleisch, frisches Gemüse und Salat, kein Glutamat, keine Geschmacksverstärker, die Abwechslung von Rohem und Gegartem, Pfeffer und Salz, das appetitliche Anrichten natürlich auch. Wichtig, vor allem: die Suppen, die Soßen, die Salate, die Bratkunst beim Fleisch. Damit wird gepunktet. Geliebte junge Hausfrauen, die ihr nicht mehr die Zeit habt, in Kochkurse zu gehen, hört auf eure Mütter und Großmütter. Die wissen genug. Gelegentlich entpuppt sich auch der Mann als begabter Kochkünstler. Verschwendet jedoch nicht eure wertvolle Zeit mit Küchenschlachten im Fernsehen. Fragt eure Gaumen. Lasst euch nicht vom Steinofenpizzagesabbel umnebeln. Vom Kaloriengedönse für dumm verkaufen. Probiert alles selbst aus. Es darf auch mal etwas daneben gehen. Denkt jedoch nicht, dass ein Gericht, das wie im Fernsehen aussieht, auch noch schmecken muss. Köstlich ist nur, was man mit Liebe zusammengekocht hat. Der dankbare Esser muss das entscheiden. So gesehen ist die Kochhysterie der Fernsehkünstler eher ein Schlag auf den Magen. Ein Schlag zuviel! Kochen ist keine Zauberei. Man kann es erlernen. Überall, bloß nicht im Fernsehen.











Donnerstag, 4. April 2013

Wer waagt, der gewinnt!

Mit zunehmendem Alter werden die Marotten zahlreicher, die man sich angewöhnt. Warum muss ch jeden Morgen im Bad auf meine elektronische Waage stehen? Ich kenne mein Gewicht seit Jahren. Vor dem großen Pinkeln sind es immer 100-200 Gramm mehr, danach etwas weniger. Ein opulentes Abendessen schlägt genauso zu Buche wie einige Gläser Wein. Dazu kaum Bewegung. Eine Ernährungsspezialistin in Frankreich hat vor Jehren eine Formel für mich aufgekritzelt: soundsoviel Eiweiß pro Tag, soundsoviel Protein etc. Ich glaube, ich habe in etwa verstanden, und mein Gewicht machte in der Folge einen digital messbaren Sprung nach unten. Diese Ärztin, die sich der gesunden Ernährung verschrieben hat, ist nicht nur selbst recht dünn, sie hat auch bei mir erreicht, dass der Jojoeffekt ausgeblieben ist. Wer waagt, der gewinnt.


Andererseits ist das Abwägen so etwas wie das Schätzen des Für und Wieder. Ein schöner dicker Bauch mag so manchem gefallen. Ein anderer schämt sich dafür. Die Epidemie "Nordic Walking", vor allem an Wochenenden, spricht eher für die Scham, mit Übergewicht durchs Leben zu gehen. Wer jedoch das Etikett "spindeldürr" tragen muss, wünscht sich vielleicht heimlich ein paar Kilo mehr auf den Rippen.





Ich habe jetzt festgestellt, dass meine morgendlichen Schätzungen, kurz bevor ich die digitale Waage betrete, um 100-200 Gramm genau dem tatsächlichen Ergebnis entspricht. Bisher glaubte ich zu wissen, dass der gerade aus der Dusche kommende, noch nicht ganz abgetrocknete Körper noch einen Bonus von etwa 100 Gramm (darf es etwas mehr sein?) ausweist. DAS IST FALSCH! Ich konnte es ganz deutlich sehen: vor dem Duschen hatte ich 88,1 kg, danach: 87,9! Ist es der abgeduschte Schmutz? Oder sehe ich nicht mehr gut? Augen sehen manchmal, was sie wollen. Wer waagt, muss nicht immer gewinnen.
Max Ernst (schlank oder spindeldürr?)

Mittwoch, 3. April 2013

Wiener G'schichten III

Ich schaffe es heute nicht, zu der lieben alten Dame zu gehen, die mir mit den Schrauben geholfen hat. Am Wiener Graben stehen nur "schicke" Läden, teils von Weltruf, teils sau-teuer, teils beides. Ein Tante-Emma-Laden, wie man ihn noch aus der Zeit der Großeltern kennt, hat hier keinen Platz mehr. Wer seine hölzernen Jalousien (in der jahrhundertealten Blutgasse) selbst befestigen möchte - etwa 10 Fenster warten geduldig darauf - benötigt zahlreiche kleine Holzschräubchen, die nicht mitgeliefert werden. Ich suchte und suchte. Eine Eisenhandlung, oder so, hätte mich glücklich gemacht. Doch dafür muss man in einer Hauptstadt große Umwege in Kauf nehmen. Ich aber hatte, Tage zuvor, ganz nahe am Zentrum, in einer kleinen Gasse, ein Geschäft entdeckt, in dessen Schaufenster allerlei Krimskrams zu sehen war. So schien es mir. Ich nahm mir ein Herz und fragte nach etwas man in einem guten Elektrogeschäft finden kann, wenn man Glück hat: ein kleines Plastikteilchen (Klemme???), mit dem man vier elektrische Drähte miteinander verbinden kann, mittels Einführung derselben in winzige Öffnungen und Befestigung durch Schräubchen, damit bei uns in der Toilette eine Lampe angeht. Dafür benötigte ich auch ein Glühbirnchen der antiken Art, mit einem kleinen Schraubgewinde. Die freundliche ältere Dame fand in ihrem großen Fundus die "Klemme" und die Glühbirne. Die Wartezeit für die Suche durfte ich in einem Sessel sitzend mit einer Zeitung verbringen. Deshalb fragte ich bei Frau Kremser ein paar Tage später auch nach den Schräubchen für die Jalousien. Ich erhielt sie nach einigem Suchen freundlich geschenkt.


Das Geschäft von Frau Kremser ist ein Stück Rest-Wien, inmitten teurer Läden, die alles verkaufen, was eine Prinzessin, ein Herrenreiter, eine modebwusste Großstadtschucksen, ein ältlicher Geck und die Besitzer von Luxuslimousinen, Bankfilialen etc. benötigen. Bald werde ich sie wieder besuchen,  die alte Dame, und, wenn möglich, mehr über sie erzählen.


Wien ist voller Überraschungen. Dort, wo es sich ein wenig verleugnet, weil statt schmucken Häusernwuchtige Wolkenkratzer herumstehen, wirkt alles etwas langweilig: das Austria Center, ein Kongresszentrum mit kurzen Wegen für den erschöpften internationalen Kongressteilnehmer, und das UNO-Gebäude, eine fremde Welt mit U-Bahn-Anschluss. Alles hier atmet Neuzeit. Das alte Wien liegt im Westen, von hier aus betrachtet. Man kehrt gerne über die Donau wieder zurück und steigt am Steffel aus, wo das Herz der Stadt schlägt.


Am Graben gehe ich auf Schabrackensuche: sie sind äußerst selten. Bei Kälte tagen sie leicht verstaubte Pelzmäntel, die weit hinunter reichen. Dazu gewagte Hüte, die ein drohendes Signal aussenden. Eine Handtasche darf auch nicht fehlen. Diese Frauen können etwas Abweisendes haben. Sie scheinen sich zu verteidigen, noch bevor sie angegriffen werden. Mag sein, dass die Großstadt solche Gestalten hervorbringt. Dabei kommt das Wort "Schabracke" aus dem Türkischen, wo es so etwas wie Pferdedecke oder Pferdesattel bedeutet. Was für einen Weg hat dieses Wort genommen, bis es die Bedeutung einer alten  Schachtel angenommen hat. Andererseits tut man einer Dame Unrecht, wenn man sie nach ihrem verkniffenen Äußeren beurteilt. Wie gesagt, dieser Typ geht seinen Weg, ängstigt den Betrachter ein wenig und ist selbst verängstigt. Das Gegenstück: viele Männer, die zu allem fähig scheinen. Dabei kann man sich vorstellen, dass sie in dieser Stadt die Arbeit gefunden haben, die sie in der balkanischen Heimat jetzt nicht finden. Viele Bettler sind auch da. Weil eben reich und arm hier nahe beieinanderliegt. Dann, immer wieder, eine schöne Szene: ein schlecht gekleideter Mensch legt einem armen Schlucker etwas in den Hut. Solidarität unter den zu kurz Gekommenen. Dazwischen die vielen fröhlichen Menschen, die Wien bevölkern, wenn auch oft nur als Touristen aus fernen Ländern.



Ich biege in die Singerstraße ein. Nur wenige Schritte sind es bis zur Blutgasse. Ich trage eine schwere Einkaufstüte. Das ist der Nachteil, wenn man im Zentrum wohnt, wo man nicht mit dem Auto hinkommt, man schleppt unentwegt etwas mit sich herum. Dafür sind die Tage jetzt etwas länger. Die Nacht bricht nicht mehr so unerwartet herein. Ich denke gerade an diesen unaufgeklärten Fall, der vor ein paar Tagen Schlagzeilen machte: Kind verschwunden oder so. Nein, es hieß Kind ermordet. Der Täter anscheinend noch nicht gefasst. Das tägliche Überangebot an Schreckensmeldungen führt zur Abstumpfung des Menschen. Schon nach drei Tagen vermag er sich nicht mehr an Einzelheiten einer Tat zu erinnern. Jetzt geschieht das Schreckliche: ich treffe diesen Herrn wieder, der mir vor Tagen mit einem verdächtigen Paket auf dem Arm in der Dunkelheit begegnet ist. Er trägt diesen Hut, wie ein Markenzeichen und geht direkt auf mich zu: "Sie wohnen auch hier im Haus?" fragte er mich etwas gereizt. Entgeistert starrte ich ihn an. "Ja, seit drei Wochen. Wir sind aus Deutschland zugezogen", erwiderte ich und war froh, dass er mich anlächelte. "Wir sind uns neulich schon begegnet, und ich habe das Gefühl, dass sie mir gegenüber einen Verdacht hegen. Ich wurde von der Polizei vernommen, in der Sache mit dem toten Kind. Meine Ähnlichkeit mit dem Phantombild war ja nicht zu übersehen. Ich habe damit natürlich nichts zu tun. Mein Name ist Gregor Pesliak. Meine Frau und ich wohnen im dritten Stock. Wir haben keine Kinder". Schnell stellte ich mich vor. Meine Betroffenheit konnte ich kaum verheimlichen. "Ich würde sie gerne zu einer Tasse Tee einladen. Zur Zeit ist meine Frau bei ihren Eltern. Wann würde es ihnen passen?" Da ich nicht gerne etwas hinausschiebe, sagte ich: "In einer halben Stunde könnte ich bei ihnen klopfen." Ich schleppte meine Tüten in den Fahrstuhl und versuchte, mich zu beruhigen. Ich kenne diesen Mann doch gar nicht, ging es mir durch den Kopf. Das verdächtige Paket, heimlich in der Dunkelheit aus dem Haus getragen, wo ist es? Und, was war drin? Die Frau bei ihren Eltern. Ich war beunruhigt.


Mutig klopfte ich an die Tür im dritten Stock. Herr Pesliak öffnete und führte mich in ein gemütlich eingerichtetes Wohnzimmer. Dann kam der Tee. "Sie wissen, dass ich von der Polizei abgeholt wurde?" fragte er mich. "Haben SIE etwas damit zu tun?" Ich verneinte ohne Zögern und nahm einen Schluck aus der Tasse. "Es ist doch schrecklich, dass man den Täter immer noch nicht gefunden hat", sagte er plötzlich. Dann ging ein trauriges Lächeln über sein Gesicht. "Hier, in diesem Haus ist es verboten, Tiere zu halten, wie sie vielleicht aus dem Mietvertrag entnommen haben. Jetzt kann ich es ja sagen: wir hatten bis vor kurzem eine Katze, den Leopold. Wir mussten ihn heimlich halten. Er hat unsere Wohnung nie verlassen, bis ich ihn neulich tot aus dem Haus tragen musste. Sie haben mich dabei gesehen. Wahrscheinlich auch noch jemand anderes. Was ich neulich auf dem Arm trug, war unser Leopold, der gestorben ist. Meine Frau weiß es noch nicht. Ich fürchte mich davor, es ihr zu sagen, wenn sie nach Hause kommt. Können sie das verstehen?" Ich verstand und war erleichtert. Dann sagte ich Herrn Pesliak, dass ich natürlich schweigen würde, sollte er und seine Frau sich wieder ein Kätzchen zulegen. Und im Falle einer nicht zu langen Abwesenheit, einer Reise vielleicht, würden Cath und ich gerne ein Versteck für das neue Tier einrichten. Herr Pesliak schaute mich dankbar an. Wir wurden im Nu Freunde.











































 




Montag, 1. April 2013

Das Ei muss gehen!

Es hat seine Schuldigkeit getan. Wir trauern ihm nicht nach, denn, erstens, gehen Eier nicht einfach verloren (verlorenes Ei), und, zweitens, müssen wir mit den neuen kommerziellen Tricks weiterleben: Eisessen! Grillabende, Vatertag, Muttertag, Tag der Frau, Tag des Tieres, Tag Undsoweiter. Das Ei als Ostersymbol ist also fast wieder überwunden. Wir haben es im gekochten Zustand bemalt, aufgehängt und es als schokoladene Kalorienkugel zu uns genommen. Auch mal als Rührei zum Frühstück. Wien war dieses Jahr besonders eibewusst (Was sollen die Japaner von uns denken?). Alte Mütterchen und kleine Kinder haben an den Schaufenstern ihre Nasen platt gedrückt. Die Blumenindustrie konnte auch davon profitieren, denn trotz überwältigender Frühlingsathmosphäre (oder auch gerade deshalb) blieben die Preise oben, und der Spritpreis wurde vor Ostern noch schnell angehoben.


Echte und gefühlte Abzocke eben. So leben wir dahin. Wir lassen es uns (gerne?) gefallen. Nur schade, dass der Eierzauber wieder aus dem Blickfeld verschwindet. Was für eine Verschwendung! Oder ist es eine Verschwindung? Nächstes Jahr ist wieder Ostern. Dann werden wir ja sehen.

Österlicher Eiertanz