Montag, 1. April 2013

Das Ei muss gehen!

Es hat seine Schuldigkeit getan. Wir trauern ihm nicht nach, denn, erstens, gehen Eier nicht einfach verloren (verlorenes Ei), und, zweitens, müssen wir mit den neuen kommerziellen Tricks weiterleben: Eisessen! Grillabende, Vatertag, Muttertag, Tag der Frau, Tag des Tieres, Tag Undsoweiter. Das Ei als Ostersymbol ist also fast wieder überwunden. Wir haben es im gekochten Zustand bemalt, aufgehängt und es als schokoladene Kalorienkugel zu uns genommen. Auch mal als Rührei zum Frühstück. Wien war dieses Jahr besonders eibewusst (Was sollen die Japaner von uns denken?). Alte Mütterchen und kleine Kinder haben an den Schaufenstern ihre Nasen platt gedrückt. Die Blumenindustrie konnte auch davon profitieren, denn trotz überwältigender Frühlingsathmosphäre (oder auch gerade deshalb) blieben die Preise oben, und der Spritpreis wurde vor Ostern noch schnell angehoben.


Echte und gefühlte Abzocke eben. So leben wir dahin. Wir lassen es uns (gerne?) gefallen. Nur schade, dass der Eierzauber wieder aus dem Blickfeld verschwindet. Was für eine Verschwendung! Oder ist es eine Verschwindung? Nächstes Jahr ist wieder Ostern. Dann werden wir ja sehen.

Österlicher Eiertanz





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