Samstag, 13. September 2014

Düstere Zeiten - ich will nicht mehr!

Schreiben muss ich etwas, sonst zerplatze ich. Aber, ich habe es satt, mies wie das Wetter heute ist, Späße zu machen und mich selbst zum Lachen zu bringen. Gut, ich habe von meiner Cath gelernt, beim Kofferpacken die Hemden, Hosen und Pullis zusammenzurollen, damit sie nicht knittern. Aber das reicht nicht aus, einen Anfall von Behaglichkeit zu bekommen.


Heute ist einfach der Wurm drin. Im Wiener Zentrum hört man den Regen, nicht weil er auf das 5stöckige Dach trommelt, sondern, weil die Autos auf der Straße jenes zischende Geräusch machen, das Regen verkündet. Da ich mich daran gewöhnt habe, bei morosem Wetter nicht aus dem Fenster zu schauen, bin ich auf Vermutungen angewiesen. Samstag. Da läuft auch im Fernsehen nichts, was aufheitern könnte. Und es regnet und regnet.

Beim Frühstück sagt mir Cath, man solle bei Depressionen (ich bin nicht depressiv!) dem nettesten Bettler auf der Straße einen Euro schenken. Der mieseste, unglücklichste und verlumpteste jedoch, so meine ich, hätte den Euro eher verdient. Das macht die Stimmung nicht besser. Der Himmel ist grau, gleich tropft es wieder los. Dabei ist der Schirm noch nass von gestern Abend. Ebenso die Schuhe quietschen vor Nässe.


Dass mir keiner auf den Gedanken kommt, zu lachen. Heute ist ein Scheißtag. Dabei ist es erst September. Wenn wenigstens November wäre! Kein Grund, die Kindertotenlieder von Gustav Mahler abzuspielen. Auch deren Uraufführung, einst in Wien, kann mich nicht vom Stuhl reißen. Ein satter Spätsommer würde das Blatt wenden, aber so etwas ist nicht in Sicht. Meine Jahre in Zypern, eine blasse Erinnerung. Die Sonne (was ist das?) erhob sich über der Kyreniakette. Das Gebirge ragt 1000 Meter über das Meer hinaus. Die Sonne landete regelmäßig auf meiner Terrasse und gab den Blick auf das Mittelmeer weiter, das immer etwas bleiern dalag.

Der Wind bläst kalt von Norden.
Würd' gerne selbst mich morden. 
Mich aus den grauen Sümpfen zieh'n.
Mit meiner letzten Habe flieh'n.

Wartend auf den Wind, den warmen,
Ach, bitte, Herbst, lass dein Erbarmen
unsre Traurigkeit bewachen,
Vergessen Leid und trübe Sachen.  












Freitag, 12. September 2014

Mentale Fitness, Emotionale Fitness, Mental and Emotional Togetherness.

Die Zeit wird kommen, wenn die 20 Jahre Altersunterschied voll zu Buche schlagen. Die Haut des einen Partners wird faltig, die des anderen ist noch glatt. Liebe, ein leeres Wort? Mitnichten! Denn ein großer Altersunterschied in einer Beziehung ist immer und ständig den Belastungen ausgesetzt, die die Außenwelt an sie heranträgt. Wie werde ich gesehen, wenn ich als Frau mit einem 10 Jahre Jüngeren Arm in Arm über den Marktplatz gehe? Muss ich mich darum kümmern, wenn andere meine Beziehung zu missbilligen scheinen? Oder, was denkt der Nachbar, wenn ich mit meiner 20 Jahre jüngeren, blonden und hübschen Frau die Treppe herunter komme? Dass ich mir als (vielleicht betuchter) alter Lüstling eine mittellose Blondine gegriffen habe, die mich zu Tode pflegt und dann beerbt? Der Klischees gibt es viele. Manche stimmen, andere eben nicht.


Ich sah den Film "Harold and Maude" von 1971, mit den Songs von Cat Stevens und war von Anfang an begeistert. Kritiker sagten, es handele sich um eine Grenzüberschreitung, einen Tabubruch. Eine 79jährige und ein 18jähriger verfallen in eine Freundschaft, die im Buch noch eine Sexszene vorsieht, die im Film aber gestrichen wurde. Wegen der Bedenken. Ich finde diesen Film auch heute noch wunderbar, denn er setzt sich über die doofsten Generationenklischees hinweg, die man sich vorstellen kann. Von einem schönen Frauenliebling, O.W. Fischer, einem recht guten Schauspieler aus Österreich, munkelte man damals, er habe eine Frau, die kränklich sei, und mehr als 10 Jahre älter als er. Man sah nie ein Foto von ihr. Seine Filmpartnerinnen waren dagegen alle sehr attraktive Frauen wie Maria Schell und Ruth Leuwerik. Die Medien haben O.W. Fischer wegen seiner älteren Frau immer wie einen komischen Sonderling behandelt.

Was ist eigentlich los, wenn ein Paar mit sehr unterschiedlichem Alter glücklich zusammenlebt? Gar nichts, würde ich sagen. Wenn die offensichtlichen Kriterien stimmen, Liebe, Verständnis, Toleranz, geteilter Geschmack, gegenseitige Achtung, dann kann auch der Altersunterschied groß sein. Die Liebe sollte es möglich machen. Nach außen hin ergeben sich zuweilen Spannungen. Man mag die Dinge eben wie man sie gewohnt ist: der Mann ein paar Jahre älter, dann kann sie auch die Hosen anhaben. Ist die Frau älter als er, dann haben wir ein Problem? Mitnichten! Ich kannte in Paris eine Frau, Renée. Sie war 50, als sie Jacky heiratete, der so alt war wie ich: 35. Ich hatte bis zu ihrem Tod mit über 80 immer wieder Nachrichten von den beiden. Es war und blieb eine perfekte Ehe.


Natürlich macht das Älterwerden beiden zu schaffen. Das ist doch bei allen so. Man kommt von dem Gedanken nur schwer los, der andere müsse viel früher sterben. Oder, der andere würde sich abwenden, weil der Sex nicht mehr stimmt oder die Senilität auf der anderen Seite überhand genommen hat. Andererseits ist die gegenseitige "Befruchtung" bei einem altersunterschiedlichen Paar auch eine Bereicherung. Mehr sogar, sie gleitet oft über die Generationenkluft hinweg und harmonisiert eine gewisse mentale und emotionale Etwicklung. Wenn dann die Stärke der Beziehung auf solider Liebe (das muss schon sein) beruht, könnte es sich um eine "mental and emotional togetherness" handeln. Diesen etwas dämlichen Ausdruck habe ich selbst erfunden, denn ich möchte verstehen, warum bei mir und Cath die 20 Jahre Unterschied so gut wie nie eine Rolle spielen. Harold und Maude geht auch anders herum. Fit bleiben ist wichtig, zuhören und sich lieben. Dann darf auch mal etwas schief gehen. Und sich über jeden neuen Tag freuen. Ich halte unsere Beziehung sogar für einen Glücksfall, für den man sich nicht rechtfertigen muss.








Jetzt hat es ihn erwischt: der Beißer aus 007 ist tot.

Wem hat er keine Schauer über den Rücken gejagt? Jung und alt gruselten sich, wenn der Hüne mit seinen über 2,10 Metern und dem Gebiss aus Stahl in den Bond-Filmen auftrat. Er schien unverwüstlich, unverletzlich. Das Böse an sich, das Angst einjagte, obwohl es den Bondhelden kalt ließ. Wir Bond-Anhänger liebten ihn, denn wir wussten, er kann nur drohen und dumm herumstehen. Sein beißendes Grinsen hatte dabei auch etwas Sympathisches. Ich glaube, niemand kannte seinen Namen, Richard Kiel. Eine Hormonkrankheit hatte ihn schon als Jugendlichen zum Riesen gemacht. Sein Beruf war dann Mathematiklehrer, bevor er zum Film kam. Einmal durfte sich das Monster sogar in eine blonde Zwergin verlieben, mit der er ins All schwebte und  -  überlebte.


Seit Jahren saß er im Rollstuhl. Jetzt überlebte er einen Krankenhausaufenthalt nicht mehr. Die Bond-Filme haben viele Bösewichte gekannt. Gert Fröbe, als Goldfinger, war einer, der in der deutschen Fassung sein bedrohliches Sächsisch-Thüringisch (?) redete, was die Sache nur noch bedenklicher machte. Der Beißer hingegen durfte nur einmal einen Satz sagen. Ich vermute, dass der leidenschaftliche Schauspieler heimlich von vielen auch geliebt wurde, weil er so grässlich aussah. Dabei wirkte er im wirklichen Leben eher vertrauenerweckend. Nur 75 wurde unser Monster alt. Die Fangemeinde trauert um ihn.

Donnerstag, 11. September 2014

Rauchen kann töten, aber nicht sofort!

Meine Eltern waren recht kühn und vertrauensvoll, mich mit 10 Jahren alleine mit der Bahn von Heidelberg nach Karlsruhe fahren zu lassen. Ich aber war tollkühn: Am Bahnhof kaufte ich mir eine Zigarette. Sie hieß Gloria und konnte einzeln gekauft werden. Mein Taschengeld (Nachkriegszeit!) war sehr bemessen, reichte jedoch aus. Tollkühn wie ich war, sprach ich einen älteren Herrn an und bat um Feuer. Er schaute mich von oben bis unten an und schickte mich wegen Unmündigkeit zum Teufel. Dabei wollte ich mir nur beweisen, dass ich jetzt erwachsen war, denn ich konnte alleine Bahn fahren. Ich musste dann heimlich die Gaslaterne (ja, es gab noch Gasbeleuchtung in diesem Zug) auf der Toilette anzapfen, was kein leichtes Unterfangen war, denn ich musste zuerst den Glaszylinder entfernen. Die Zigarette hieß übrigens Supra, nicht Gloria. Damit war meine Raucherkarriere erst einmal für Jahre beendet.

Rauch der gesunden Art
Die Marken wurden immer schriller, die Klassen immer edler. Dann kamen die Filterzigaretten, ein Beweis, dass es der Zigi-Industrie mit der Gesundheit der Raucher ernst war. Die Statistiken kamen erst viel später. Sie faselten von Lungenkrebs, den so gut wie niemand bekam. Ich selbst ging zuerst durch meine französische Phase: Sonnenbrille auf, schwarzes Hemd zu den langen Hosen, und die Gauloise mit dem Maispapier, was unheimlich frech aussah. Ich glaube, Jean-Paul Sartre war damals für den Existenzialismus zuständig. Wer wollte da nicht dabei sein?

Dann wurde über Jahre hinweg die international anerkannte Dunhill geraucht. Ein wahrer Genuss. Die Gesundheitsministerien hatten inzwischen herausgefunden, dass Rauchen schädlich sein konnte. Die Kämpfe begannen. In den USA wurden Schlachten geschlagen, zwischen den Herstellern, die alles herunterspielten, und den Gegnern. Bei den Franzosen gab es dann plötzlich Raucherzonen und Nichtraucherecken in den Gasthäusern. Zone non fumeur. Das wurde noch locker gehandhabt. Dann kamen die Militanten. Sie hatten den Mut, Verstöße anzuprangern. Inzwischen hat Gallien den Deal angenommen. Und in Deutschland wechselt wieder ein ehemaliger Staatssekretär frecherweise zur Tabaklobby, als ob man von der regierungsgebundenen Obhut für die Bürger einfach hinüberwechseln könnte in das Geschäft mit der Zertsörung der Lungen. Dieser Lobbyfritze kommt von der FDP, aber auch andere Parteien strotzen nicht gerade vor Schamgefühl. Für solche Überwechsler, des Geldes wegen, sollte es eine gesetzliche Sperrfrist von mehreren Jahren geben. Dann wäre die Luft ohnehin aus ihnen raus.

Ich rauche also bin ich (tot).
In Australien sind die Zahlen von 15,1%  auf 12,8% in knapp 4 Jahren gefallen. Die rauchende Bevölkerung ist damit gemeint. Das Gesäusle von Freiheit und Weite, Genuss und Raucherglück ist dort sehr kleinlaut geworden, nachdem die Regierung die Einheitsverpackung für Zigaretten verordnet hat, mit grässlichen Aufdrucken wie Smoking harms unborn Babies oder Smoking harms lung cancer. Die Schachteln sind schwarz. Auf manchen wird Bryan gezeigt, im Endzustand (Bryan died aged 34). Auch der Zungenkrebs ist abgebildet. Man kann sich aussuchen, wovor man sich ekeln möchte. Die glücksfördernde Zigimarke darf einheitlich noch in Kleinschrift genannt werden, aber Reklame wird keine mehr zugelassen. Die Marken sind alle gleich. Kein Luxusgefühl, Zigi sind nicht mehr cool oder besonders schick. Und der Preis pro Packung schlägt alle Rekorde: 14 € . Da vergeht dem Raucher angesichts der drastischen Krankheitsbilder, kombiniert mit dem hohen Preis, jede Lust. Die Tabakindustrie scheint vor einer Katastrophe zu stehen.

Andere Länder werden folgen: Neuseeland, Irland, Großbritannien, vielleicht auch Frankreich. In Deutschland sind die Verhältnisse noch paradiesisch. Außer den mehr als 100.000 jährlichen Tabaktoten können alle unbehelligt weiterqualmen, denn die Bundesdrogenbeauftragte, Marlene Mortler (CSU), sieht keinen Handlungsbedarf. Allenfalls könnte die Plakatwerbung wegfallen. Ansonsten, so die Dame Mortler, sei ihr Land in der Drogen- und Suchtpolitik richtig aufgestellt. Wenn ihr vielleicht der Boden zu heiß wird, kann sie ja zur Tabaklobby überwechseln. Da wird sie mit offenen Armen aufgenommen. Vielleicht hat sie auch nach vielen erfüllten Jahren das Glück, statt an Lungenkrebs, durch das zufällige Herabfallen eines Ziegelsteines das Zeitliche segnen zu dürfen.

                  Jahrelang hab' ich geraucht, 
                 Daneben viel gesoffen.
                 Dann ein Weilchen noch gebraucht,
                 bis mich der Schlag getroffen.









Welches Tabu brechen wir heute?

Sie trauen sich nicht so recht dran,  die Sensationsmacher. Man muss den Anstand wahren, die Leser zwar ein wenig schockieren aber nicht vergraulen. Ich kann mir so richtig vortsellen, was in den Redaktionskonferenzen so abgeht. Es fängt harmlos an. Das Foto mit dem Reh, das kopflos am Waldesrand gefunden wird. Am nächsten Tag stellt sich heraus, dass ein hungriger Fuchs der Wilderer war. Wir waren bereit, etwas anderes anzunehmen. Die Kuh, die scheinbar grundlos auf einer Weide eine alte Frau niedertrampelt. Dazwischen wird eine Dreijährige von ihrem Stiefvater vergewaltigt. Ein Priester raubt eine Bank aus. Doch der Herr ist etwas verwirrt und möchte das Geld einem Waisenhaus zukommen lassen. Das Foto des hochschwangeren Mannes, der eine Frau war. Geschlechtsumwandlung.


Natürlich gibt es viel schlimmere Tabus, an die man sich allmählich herantraut. Einem blinden Bettler den Spendenbecher rauben? Ein Flugzeug mit 300 Passagieren abschießen? Einen Mithäftling im Gefängnis die eigenen Exkremente aufessen lassen? Einen Schwerverletzten auf der Straße verbluten lassen? Inzest mit schweren familiären Folgen? Das alles hat es schon gegeben. Es muss auch darüber berichtet werden. Doch wo ist die Grenze? Die Medien machen da nie Halt, wo der menschliche Geschmack ins Stocken gerät. Der Sex, das Sterben, das Kranksein, die Religionen, sie alle bergen Tabus, die noch nicht angerührt wurden. Vieles hat die schnelle und allgegenwärtige Fotografie zutage gefördert. Dann das Outen! Wir spitzen die Ohren. Oder: jetzt rede ich! Was kann da kommen? Zanzig Jahre Sexsklavin des eigenen Opas. Das Tabu ist schon gebrochen, aber wir kennen es noch nicht.

Eigentlich hat es alles schon gegeben. Aber, es entstehen immer neue Tabus. Das macht uns so heiß auf das Neue. U-Bahn zermalmt Baby. In der Schlagzeile werden die Tabus aufbereitet. Was dahinter stecken kann, interessiert oft nicht mehr, weil es gegen den Sensationshunger verstößt. Etwa so: das zermalmte Baby stellt sich als eine Atrappe heraus, die ein Geistesgestörter angefertigt hat. Der Fuchs war aus Versehen eingesperrt und kam vor Hunger selbst fast um. Der Schwerverletzte verblutet, weil, mitten in der Nacht, niemand mehr vorbei kam, um zu helfen. Wir lieben den Zweifel, das Unwissen, die Weglassung, weil unsere Fantasie es so will. Sigmund Freud, der Große, hat sich nicht nur häufig geirrt, was menschlich ist, er hat auch den Ödipuskomplex gezeigt, nicht erfunden. Die menschliche Neugier hat uns näher an die Tabus gebracht. Sie erkennen ist eine Sache, sie ans Licht zu zerren ist eine andere. Es ist gut, dass es noch welche gibt.

Dienstag, 9. September 2014

Huch, ich habe Migräne

Man scherzt nicht gerne darüber. Migräne ist eine üble Sache. Etwa 10% der Gesellschaft leidet unter den übelsten Erscheinungen dieses Gebrechens, das allgemein nur mühsam als Krankheit anerkannt wird. Meist trifft es Frauen. Männer haben es viel weniger oft. Sehr zu Unrecht wird die Migräne als Vorwand für die Verweigerung von Sex veralbert. Wer das Malheur kennt, weiß, dass man lieber alles tun würde, um dieser Plage aus dem Weg zu gehen.


Meine geliebte Oma hatte einmal im Monat Migräne. Sie war leichenblass, sah müde aus und trug ein weißes Band um den Kopf, das sie wie eine Squaw eines Indianerstammes aussehen ließ. In meinem kindlichen Unwissen fand ich das sogar ganz lustig: Oma als Frau eines Häuptlings, ohne jedoch Friedenspfeifen rauchen zu wollen. Ich muss diese Geißel der Menschheit von ihr geerbt haben. In regelmäßigen Abständen bekam ich Kopfschmerzen. Die Gründe suchte ich lange im Alkohol- und Zigarettengenuss. Dann im Stress und in der Übermüdung. Dann in der ungesunden Ernährung. Dann im familiären und beruflichen Ärger. Schließlich wurde ich an einem Hypophysenadenom operiert, dann blieb die Migräne für immer (toi, toi, toi) fort. Auch so etwas kann glückliche Menschen machen

Natürlich habe ich oft meine Ärzte gefragt. Eine klare Antwort bekam ich nie, denn das Zusammentreffen mehrerer Ursachen kann genauso Grund für eine Migräneattacke sein. Aber damit leben, als wäre dieses Übel gottgegeben, will man auch nicht. Also versucht man, Methoden zu entwickeln, ihm aus dem Weg zu gehen. Viel Wasser trinken, gesunde Ernährung, regelmäßigen Schlaf, Sport in Maßen, Ruhe, Meditation, Yoga, was auch immer, man muss einen eigenen Weg finden, denn die Ärzte können kaum Langzeitdiagnosen erstellen. Und Wunderheiler können allenfalls den Geldbeutel schrumpfen lassen, nicht die Krankheit, und Patentlösungen gibt es nicht. Kopfschmerzmittel helfen nur gelegentlich. Was tun?


Den Lebensstil verändern, mit dem man die Häufigkeit des Auftretens und die Heftigkeit beeinflussen kann, gewisse Taktiken, die helfen, Migränen zu überstehen. Eine gewisse Diät? Eine Migräneklinik aufsuchen? Mit dem Arzt sprechen? Ich rätsle immer noch herum, warum es mich jahrelang getroffen hat und wieso es auf einmal verschwunden ist. Es gibt viele Gründe, Migräne zu haben, und noch mehr Gründe glücklich zu sein, wenn man sie nicht mehr bekommt. Aber dazu muss man lebst erlebt haben, wie das ist. Was fast immer hilft, ist, eine leichte Schmerztablette bei ersten Anzeichen einer Migräne einnehmen. Sollte es nichts nützen, dann hilft vielleicht etwas Stärkeres, zusammen mit einem Medikament, das Übelkeit bekämpft. Wenn jedoch nach einer Stunde keine Besserung eingetreten ist, den Vorgang wiederholen oder Arzt aufsuchen. Fragen sie nie den Apotheker!









Sonntag, 7. September 2014

Allesverloren - Wein gefunden. Ungereimtes.

Muttermale, Mongolenfleck. Rhönradfahren und Ehrendoktor. Nicht zuletzt: Der Wein der aus der Kelter kam. Wo soll man da beginnen? Alle Menschen sind klug. Der eine vorher, der andere nachher. Und Legenden sind dazu da, dass man sie sich anschaut und daran glaubt, wenn man will.

Mongolenfleck, auch Hunnenfleck, wer schreckt da nicht zurück? Jedes 10. Kind in Europa ist ein Kuckuckskind. Und 1 % aller Kinder haben bei der Geburt den Hunnen- Mongolen- oder Leberfleck. Meist auf dem Po oder am Steiß. Manchmal verschwindet der Fleck nach ein paar Tagen. Dann könnte es sich um ein banales Hämatom handeln, das bei den Anstrengungen des Niederkommens entstanden ist. Auch andere solche Flecken können nach Wochen wieder unbemerkt verschwinden. Bleiben sie bis zur Pubertät, dann kann man getrost Mongolenfleck oder Hunnenfleck dazu sagen, wobei Mongolen und Hunnen zwei verschiedene paar Stiefel sind. Aber so einfach ist es mit den genetischen Einflüssen nicht. Neben den üblichen Mutationen finden wir immer wieder Sagen von Vorfahren, die in der Familiengeschichte ausgeklammert waren. Man kennt nicht ihre Namen, weiß nicht welche Kinder sie gezeugt haben, woher sie kamen und warum Tante Gisela diesen speziellen mongolischen Zug um ihre Augen hatte. Onkel Gisbert heiratete eine Russin. Da ist alles klar. Aber warum er fernöstliche Mythologie studieren musste, versteht auch keiner. Es ist also unmöglich, herauszufinden, wo der Leberfleck herkommt. Am besten, wir halten uns alle (auch die ganz Blauäugigen) für ein aufregendes Rassengemisch.


Rhönradfahren, hingegen, ist ein Sport, der deutscher nicht sein kann. Als kleiner Junge schon benutzte er die Reifen eines Wagens, baute sich eine Art Gefährt und sauste damit den Berg hinunter. Otto Feick stammte von der bayrischen Rhön, einem Mittelgebirge. 1920 bis 1922 baute er dann an seinem Rhönrad. Kein Wunder. Dass es aber in Ludwigshafen am Rhein geschah, ist der blanke Zufall. Zum Patent wurde es unter der Nummer 442057 angemeldet. Während der Olympischen Spiele in Berlin, 1936, wurde das Rhönrad vorgeführt, aber ein Aufschrei des Entzückens fand nicht statt. Das Rhönradfahren ist also keine olympische Disziplin geworden. Genau so wenig wie der britische Nationalsport Cricket, der außer in ein paar Ländern als total unsexy gilt. Das erste internationale Rhönradturnier fand schon 1930 statt. Das Rhönrad zerfällt in mehrere Teile: Geradeturnen, Spirale, Sprung, Zweikampf, Dreikampf, Mannschaftsturnen, Männer, Frauen. Es ist daher schwierig, zu eindeutigen Weltmeisterschaften zu kommen. Beim Mannschaftswettbewerb hat es weltweit bisher nur deutsche Siege gegeben. Das feuert andere Nationen nicht gerade an, mitzumachen. 2013, ich glaube, es war in Chicago, gewann bei den Männern allerdings erstmals ein Japaner: Kazuya Ezuka, und beim Sprung: Yasuhiko Takahashi. Berühmter als unsere deutschen Rhönradler sind diese Japaner auch nicht geworden.


Bei Ehrendoktoren ist das anders: die Herren Doktoren (wo sind die Frauen? Es gibt sie!) sind meist schon berühmt. Ab dem 5. Doktortitel h.c. kann man vermuten, dass die Zuerkennung weitgehend verdient ist. Kofi Annan, der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, scheint mit 24 Ehrendoktoren im Halten von Honoris causa Doktor-Titeln ganz gut im Rennen zu liegen. Der Dalai Lama hat jedoch respektable 43 (meist von amerikanischen Hochschulen), und Nelson Mandela hatte sogar über 50. Den Vogel abgeschossen hat jedoch ein US-Amerikaner namens Theodore Hesburgh. Ein Theologe, der sage und schreibe 150 Ehrendoktoren gesammelt hat und natürlich im Guinessbuch der Rekorde steht. Ein Japaner, Daisaku Ikeda, hat über 120 solcher Titel zusammen gerafft, und das als Präsident einer "Soka Gakkai International". Da fragt man sich schon, ob diese Herren ehrenhalber noch die Zeit fanden, bei jeder feierlichen Übergabe auch noch eine Rede zu halten.
Im Internet findet man auch die dubiose Frage: Interessiert an der Doktor-Würde? Wir beraten  Sie gerne. Als Scherzartikel, mit Schmuckurkunde, kann man solches auch schon für 9,99 € erwerben, Versandkosten inbegriffen. Der Markt für Ehrungen ist also etwas unübersichtlich geworden.

Allesverloren  
Da denkt man an nichts Böses und schaut sich bei den Weinimporten um. Hoppla! Was ist denn das? Ein Rotwein, der sich Tinta Barocca nennt und aus Swartland kommt? Wo ist Swartland? Selbst Freunde aus Südafrika sind sich da nicht ganz sicher. Nicht weit von Kapstadt lebt heute die Familie des Danie Malan, die seit 1872 in der 5. Generation dort einen Rotwein anbaut, der einen ungewöhnlichen Namen trägt und seinen Weg bis in die österreichische Hauptstadt gefunden hat. Unter den Kapweinen etwas Besonderes: "Allesverloren" steht auf den Flaschen. Wie kommt das? Der erste Besitzer ging 1806 mit seinen Flaschen nach Kapstadt, um sie dort zu verkaufen. Der Tinta Barocca, eine Port-Rebsorte,  war damals schon - so geht die Legende - fruchtig, rund, weich, aromatisch, mit schöner Balance. Vom Abgang sprach man im 19. Jahrhundert nur bei Politikern, die das Zeitliche segneten, nicht bei Wein. Als er wieder nach Hause kam, war sein Haus abgebrannt, die Farm total zerstört. "Allesverloren" soll er da ausgerufen und mit dem Wiederaufbau begonnen haben.

Mongolenfleck, Rhönrad, Ehrendoktorwürde und Tinta Barocca. Da fragt man sich, ob ich nichts Besseres zu tun habe. Nun, Jean-Pierre Cul de Sac, ein Südfranzose, fuhr auf seinem Rhönrad nach Bad Kissingen zur feierlichen Verleihung seines Ehrendoktordiploms. Anschließend an die launig auf Deutsch gehaltene Rede gab es für ihn und seine Freunde den vin d'honneur, einen ausgezeichneten Gewürtztraminer aus dem Elsaß. Dann kam Jean-Pierre auf dem Heimweg leicht angedudelt bei mir vorbei und wollte, dass ich noch eine Flasche mit ihm köpfe. Etwas zögernd sagte ich, "ich habe Allesverloren". Worauf Jean-Pierre sich in sein Rhönrad schwang und weiterfuhr. Doktor E.h. Jean-Pierre, der mit dem Mongolenfleck auf dem Hintern.













Donnerstag, 4. September 2014

London könnt ihr vergessen!

Die Befürworter der schottischen Unabhängigkeit sind sich doch nicht so ganz sicher. Sie fluchen auf London, ganz so wie die Bayern das manchmal mit Berlin tun. Der bayrische Löwe hat sich allerdings als etwas zahnlos erwiesen. München ist die glitzernde Hauptstadt einer hübschen deutschen Provinz geblieben, auch wenn Herr Dorint versucht, den anderen eine Maut aufzuschwatzen. Zuweilen brüllt er eben noch, der Löwe, oder was von ihm übrig geblieben ist. Dennoch lieben die Preußen alles was bayrisch ist. Und die bajuwarischen Royalisten finden die Restrepublik auch ganz akzeptabel. Kompromisse liegen eben in der Mitte.


Zurück zum Referendum in Schottland, das am 18. September steigen soll: Sean Connery, der 84 jährige Bondheld, setzt sich für ein unabhängiges Schottland ein. Klein-Britannien, sozusagen. Die Folgen wären eher unangenehm. Wir haben in Europa schon genügend Ministaaten, die vor Nationalstolz nur so strotzen, aber sehr wohl wissen, was sie an einem größeren, tatkräftigen Europa haben, das wir noch nicht haben. Das kann sich auch Herr Cameron sagen, der immer etwas gereizt wirkt, wenn er vom europäischen Kontinent spricht. Ein eigener schottischer Wetterbericht ist deshalb nicht das Wesentliche, um das es geht. Auch nicht die Einführung einer neuen Währung, sondern, angesichts der rasanten Enwicklung der Welt, sondern ein sicherer Hafen für die bereits tosenden Stürme. Das Schlucken der Kleinen, durch die Größeren. Militärisch, wirtschaftlich, politisch und demographisch gefressen werden. Nur ein Beispiel: Milliardäre können sich heute problemlos genügend Abgeordnete kaufen, dazu Schlüsselstellungen erwerben, Länder erpressen, Preise diktieren usw.
 Ist doch auch nicht schlecht, oder? 

Das 5 Millionenvölkchen der braven Schotten kann da noch leichter untergebuttert werden. Teile und herrsche war einmal die britische Devise. Das hatte lange ganz gut geklappt. Jetzt ist die Zeit gekommen, das Taschengeld zusammen zu kratzen, es zusammen zu legen, und in einen Topf zu werfen. Die kleinliche, auch etwas lächerliche Nationalempfindlichkeit ist längst überholt. London ein bisschen zu kitzeln ist eine Sache, den Stuhl vor die Tür setzen eine andere. Das werden die Schotten in den letzten Tagen vor dem Referendum sehr bedenken. Die Drohung, durch ein Referendum etwas später auch den Austritt aus der EU zu betreiben, halte ich hingegen für schlechte Propaganda. Wirkungsloses Gestammel aus der Downing Street Nummer 11, oder war es Nummer 10???












Dienstag, 2. September 2014

Doctor Who? - eine Abhandlung

Wer kennt ihn nicht? In Großbritannien auf alle Fälle. Jeder kennt ihn dort. Mir ist er etwas zu bouncy, zu quirlig. In Deutschland ist er sogar als Kinderbuch herausgekommen. In die britische Kinderwelt gehört er, wie Karl Mays Winnetou. Dr Who ist ein Zeitreisender, bis zu 900 alt, den die BBC als Kinderserie 1963 ins außerirdische Leben gerufen hat. Bis 1989 lief das Ganze. Kein Wunder, dass ganze Generationen von Minibriten durch Dr. Who geprägt wurden. Seine Zeit-Raum-Maschine in der er gewöhnlich durch das All geschleudert wird, ähnelt fatal einer englischen Polizeinotrufzelle. Sie trägt den Namen TARDIS und ist innen größer als außen.

TARDIS

Kein Wunder, dass 2005 eine Neuauflage von Dr. Who notwendig wurde. Winnetou wird - wenigstens im deutschen Bad Segeberg - auch immer wieder aufgeführt. Von den verschiedenen Timelords, gefallen mir der 10. und der 11. am besten. Mit den anderen kann ich wenig anfangen. David Tennant spielte ihn von 2005 bis 2010. Dann folgte der 11. Doctor, Matt Smith, der auch nicht von der Hand zu weisen ist. Allerdings glaube ich, dass Dr. Who eher etwas für die Briten ist. Die deutsche Vorstellung vom kindlichen Abenteuer fixiert sich wohl besser auf den Räuber Hotzenplotz oder auf die Edelweisssuche in den Alpen.

Na, Doktorchen!
Erfrischend ist auch die Nonchalance, mit der man in England mit dem Doktortitel als akademische  Auszeichnung umgeht. Ein Rücktritt eines Ministers oder einer Ministerin wegen Schummelei mit dem Titel ist im Land des Hosenbandordens kein Thema. Das ist nur möglich, wenn man diesem erlauchten Grad ungewöhnliche Ehrfurcht entgegen bringt. Und mit unsauberen Mitteln versucht, den begehrten Titel sich zu erschleichen. Die leichte Ironie, mit der man in Österreich jemanden Herr Doktor nennt, entspricht dem galanten und wenigsagenden Küss-die-Hand bei den Damen. In Italien - wenn man die Anrede Dottore hört - denkt man unwillkürlich an eine unverdiente Routine. Dottore hin oder her. In Deutschland kann man als Träger des Titels selbst dafür sorgen, dass man Doktor genannt wird. "Meyer mit Ypsilon, Dr. Meyer". Das hat jedoch ein unangenehmes "Gerüchle", weil es Erfurcht erheischt. Also, das ganze Doktorengedönse ist Kokolores. Nur dem menschenfreundlichen Arzt möchte ich diesen Titel ohne Umschweife und Hintergedanken zubilligen.

Es ist kinderleicht, etwa in den USA einen Doktortitel zu kaufen. Ich kenne den aktuellen Preis nicht, aber einige Tausend Dollar dürften es schon sein. Nur mit der Anerkennung in deutschen Landen hapert es ein wenig. Man muss zum Dr. hinzufügen "Calif." oder "Univ. of Blabla", denn die deutschen Kultusministerien sind mit der Anerkennung des ausländischen Titels etwas knausrig. Die ganz Souveränen dieser Welt, wo immer sie herkommen mögen, auch Doctor Who könnte einer von diesen sein, haben das Problem mit der ausbleibenden Ehrung nicht. Sie erhalten die Ehrendoktorwürde. Dr. h.c. macht sich sehr gut. Der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, soll diesen Titel ehrenhalber 24 mal bekommen haben. Bin sicher, dass dies Herrn Annan keinen Cent gekostet hat. Entweder man hat es, oder man hat es nicht.








Montag, 1. September 2014

Also, es geht um Folgendes: Zypern

Draußen regnet es. Kein Hund möchte da vor die Tür. Vor Jahren habe ich einmal einen Kurzroman geschrieben, der jeden anrührte, wenn er ihn zu lesen bekam. Etwa 30 Seiten. In Zypern geschrieben, wo ich 20 Jahre lang ein Haus besaß und regelmäßig Urlaub machte. Ich krame ihn hervor und lese darin. Der uralte Streit zwischen der griechisch-zyprischen Mehrheit und der türkisch-zyprischen Minderheit, der immer noch kein Ende gefunden hat, war der Hintergrund dieses kurzen Werkes. Ich wollte etwas Gutes tun und eine symbolische Zusammenführung der zerstrittenen Ethnien bewirken, indem ich vorführte, dass ein unschuldiger Junge aus dem türkisch-zyprischen Norden sehr wohl eine griechisch-zyprische Schönheit aus dem Süden vorbehaltlos lieben kann. Trotz der Gegensätze, die die Insel vor über 40 Jahren gespalten haben. Der Liebesprozess dauerte allerdings 20 Jahre, denn das pubertäre Paar wurde zunächst abrupt und brutal auseinandergerissen.


Nachdem die Vereinigungsversuche durch den damaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, schon vor 10 Jahren gescheitert waren, habe ich meinen Roman, bzw. mein Romänchen, nocheinmal durchgelesen, um herauszufinden, ob ich etwas falsch gemacht habe. Dem ist jedoch nicht so, denn Ahmet und Kristina sind immer noch ein glückliches Paar. Sie leben jedoch wieder in London, wo sie sich damals kennengelernt hatten. Ich hänge an dieser Geschichte, die, man stelle sich das vor, meine Augen immer wieder glänzen lässt. Jeder, der die Geschichte liest, findet sie neben den politischen Hintergründen auch rührend und sehr realistisch. Leider hat die Politik in diesem kleinen Mittelmeerstaat nicht zum Frieden geführt. Die Gegensätze sind zu groß. Ich mache jetzt keine Schuldzuweisungen, obwohl ich das könnte, schließlich hatte ich Gelegenheit, mit den Präsidenten beider Republiken (in Nord und Süd) zu sprechen und mir im Gespräch mit den Inselbewohnern ein eigenes Urteil zu bilden.


Nachdem ich versucht habe, über mehrere  hundert Seiten die Geschichte, die Menschen und die Schönheit dieser Insel zu beschreiben, kam ich zu dem Schluss, dass eine Zusammenführung zwischen dem EU-Mitglied (Süd)Zypern und dem nicht anerkannten Norden weder möglich noch ratsam ist. Beide Teile wollen es nicht, auch wenn offiziell immer wieder Versuche gemacht werden, zu einer Einigung zu kommen. Die griechischen Herrschaftsansprüche (wir sind die Mehrheit!), beruhend auf einer eigenen ("Kultur")Sprache und der wenig flexiblen griechisch-orthodoxen Lebensweise , und das türkische Element, basierend auf der "Welt"sprache Türkisch und einem muslimisch-laxen Religionsbegriff, das alles gemischt mit einer uralten orientalischen Lebensweise, das geht leider garnicht. Aber auf einer kleinen Insel zusammenleben wie benachbarte Freunde oder befreundete Nachbarn, das müsste eigentlich gehen.


Inzwischen denkt die Welt: sollen die sich doch selbst aus der Affäre ziehen. Vielleicht schaffen es ja die Russen oder Chinesen, eine Einigung herbeizuzwingen. Die EU hat es nicht geschafft. "Ahmet und Kristina" schaffen es auch nicht. Aber nachzulesen sind sie unter Wolfgangundsoweiter.blogspot.com
Allerdings als Fortsetzungsroman, dessen Folgen mühsam zusammenzusuchen sind. Erster Teil und Zwanzig Jahre danach. Lohnt sich, wegen der Tränen der Rührung.