Freitag, 12. September 2014

Jetzt hat es ihn erwischt: der Beißer aus 007 ist tot.

Wem hat er keine Schauer über den Rücken gejagt? Jung und alt gruselten sich, wenn der Hüne mit seinen über 2,10 Metern und dem Gebiss aus Stahl in den Bond-Filmen auftrat. Er schien unverwüstlich, unverletzlich. Das Böse an sich, das Angst einjagte, obwohl es den Bondhelden kalt ließ. Wir Bond-Anhänger liebten ihn, denn wir wussten, er kann nur drohen und dumm herumstehen. Sein beißendes Grinsen hatte dabei auch etwas Sympathisches. Ich glaube, niemand kannte seinen Namen, Richard Kiel. Eine Hormonkrankheit hatte ihn schon als Jugendlichen zum Riesen gemacht. Sein Beruf war dann Mathematiklehrer, bevor er zum Film kam. Einmal durfte sich das Monster sogar in eine blonde Zwergin verlieben, mit der er ins All schwebte und  -  überlebte.


Seit Jahren saß er im Rollstuhl. Jetzt überlebte er einen Krankenhausaufenthalt nicht mehr. Die Bond-Filme haben viele Bösewichte gekannt. Gert Fröbe, als Goldfinger, war einer, der in der deutschen Fassung sein bedrohliches Sächsisch-Thüringisch (?) redete, was die Sache nur noch bedenklicher machte. Der Beißer hingegen durfte nur einmal einen Satz sagen. Ich vermute, dass der leidenschaftliche Schauspieler heimlich von vielen auch geliebt wurde, weil er so grässlich aussah. Dabei wirkte er im wirklichen Leben eher vertrauenerweckend. Nur 75 wurde unser Monster alt. Die Fangemeinde trauert um ihn.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen