Freitag, 3. Juli 2015

Frank Sinatra: die Mafia singt mit!

Männer liebten ihn, nicht jedoch in dieser eindeutigen Weise. Sie fanden ihn cool, liebten seine Musik und ließen ihn gerne flirten. Frauen waren von ihm hingerissen. Und alle trällerten sie seine Songs. Vor fast hundert Jahren wurde er in Hoboken/USA geboren. Jedoch von italienischen Einwanderereltern, wurde er schon als Kind zum talentierten Sänger. Später kam auch noch die Filmschauspielerei dazu.

Wer hat nicht mitgesungen, wenn er gekonnt "I did it my way" sang, oder "Strangers in the Night" und "April in Paris"? Ganze Generationen waren ihm verfallen. Auch "Love and Marriage" und "New York, New York" gehörten zum Repertoire. Und so vieles mehr. In der deutschen Singwelt scheint ihm heute Roger Cicero am nächsten zu kommen. Ähnliche Stimme und scheinbar gleiche Unbekümmertheit. Wenn ihn manche den größten Sänger aller Zeiten ("the greatest singer ever") nennen, ist man geneigt, zuzustimmen. Mit acht stand er auf dem Tresen in einer Bar in Hoboken und sang "for money".

Musik hat er mit dem Ohr gelernt. Noten konnte er nie lesen. Ein Naturtalent. Das FBI (wir wissen, wie untalentiert diese Einrichtung ist!) hat über 2.400 Seiten über ihn angelegt, ohne je eine Anklage gegen ihn zu formulieren. Seine Verbindungen zur amerikanischen Mafia, die es gegeben hat, sind immer übertrieben worden. Auch Roger Moore hat sich für Frankie Boy stark gemacht. Und ein ganz prominenter US-Mafioso, ein Willie Moretti, hat behauptet, er habe ihm finanziell geholfen. Wie dem auch sei, Mafiosi-Verbindungen hat man vielen schon nachgesagt. Ob das alles stimmt muss angezweifelt werden. Wie üblich bei der ehrenwerten Gesellschaft, fehlt es oft an Beweisen.

Nun mal ganz ehrlich: wer hat noch nie Frank Sinatra gehört? Wer hat nicht eine alte Schallplatte von ihm oder ein Tonband oder eine DVD? Er gehört wirklich zu den ganz Großen des Schaugeschäftes mit einer begnadeten Stimme. Wenn er jetzt hundert wäre, würden ihm immer noch alle zujubeln.




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