Freitag, 15. November 2013

Wiener G'schichten - Fauler Weihnachtszauber?

Alle Jahre wieder……das gleiche Rennen um die Gunst des Verbrauchers, mit dem Vorzeichen: Lasst es glitzern, lasset die Kleinen mit leuchtenden Augen ins Staunen geraten. Wien bereitet sich fest auf das Fest vor.  Das Zentrum um die Kärtnerstraße und den Graben, wo täglich Zigtausende herumlaufen, hat es besonders schwer: es müssen Prachtbeleuchtung aufgehängt und Schmuckkübel erstellt werden.
Kärntnerstraße, unbeleuchtet

Das hat jetzt begonnen, ist aber noch nicht fertig. Wenn sich eine alte Schönheit herausputzt, will jeder einmal hinsehen. Die Stadt wird weihnachtlich aufgebrezelt. Eigentlich begann die Aufbrezelung in den Supermärkten, die wild entschlossen schon im August, vielleicht noch etwas schüchtern, mit der Auslegung der ersten rötlich-golden glänzenden Ware den Anfang gemacht haben. Lebkuchen hier, Marzipankekse da. Die festliche Massenware braucht ihre Anlaufzeit. Im November dann wird Glühweinstimmung verbreitet. Die Auslagen in den Schaufenstern bekommen neuen Glanz.


Für den Gourmet-Punschstand am Stephansplatz ist bereits gesorgt. Getrunken wird immer. Und auch "Wolferl" (Amadeus Mozart) lässt's krachen, mit einer fetzigen Zauberflöte in der Oper. Und der Wahl-Russe Gérard Depardieu ist heuer bei der Weihnachtsmarkteröffnung dabei. Dabei gibt es in Wien allein 21 Advents- und Christkindlmärkte. Wer da nicht schwach wird, hat kein Geld in der Tasche. Gérard ist mit Tochter Roxane da, und er trifft eine echte Obama-Halbschwester. Man sieht, es weihnachtet sehr.
Frühgeburt???

Wo ist eigentlich das kleine Jesulein geblieben? Ach ja, Mary müsste jetzt im neunten Monat schwanger sein. Da haben wir noch ein wenig Zeit, die wir uns mit Schleckereien vertreiben können. Rechtzeitig Geschenke einkaufen nicht vergessen! Sonst gibt's was auf die Finger. Schließlich machen wir das alles nicht umsonst!


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