Donnerstag, 15. November 2012

Frauenquote ja, aber


Wollt ihr nicht damit aufhören, dieses Feigenblatt vor euch herzuschieben? Die Kommissarin aus Brüssel hat natürlich recht: wenn sich nichts ändert, muss man es verordnen. Die Frau ist immer noch zu sehr Objekt, Freiwild, Nach- und Untergeordnete, Zuarbeiterin. Sie putzt, gebärt, glättet und plättet, kocht und erzieht. Dann soll sie auch noch ständig schön und blond sein und Geld verdienen. Dem Manne gefallen, auch wenn er eigentlich ein Idiot ist. Wenn er Geld hat und ein großes Auto, dann flitzen die Frauen. Sie legen sich reihenweise hin. So denkt das Spatzenhirn.


Lasst es uns doch partnerschaftlich angehen: es lässt sich nicht beweisen, dass Frauen intelligenter sind als Männer. Aber sind sie deshalb weniger intelligent? Ich habe erhebliche Zweifel. Schon die höhere Lebenserwartung der Frau, für manche männliche Gesundheitsfanatiker ein wahrer Dorn im Auge, lässt auf Talente schließen, die der Mann nicht hat. Und, wenn es um die Führerschaft in einem Konzern oder einem Aufsichtsrat geht, seien wir ehrlich, so hat sich gar mancher stattliche Mann, auch wenn er seinen Dipl.Ing oder gar Dr. h.c. nicht gekauft hat, als unsäglicher Stümper und pompöser Trottel erwiesen.  Man kann auch nicht behaupten, dass der Mann an sich etwas besonders Schönes ist: Oft kommt zum hässlichen Bauch noch eine ungünstige Glatze, wobei die bärtigen Schönlinge vielleicht die gefährlichsten Frauengegner sind. Von den sagenumwobenen Käsfüßen wollen wir mal absehen.


Wir müssen also umdenken. Wer hat nicht schon gedacht, dass eine Frau als Chefin unzumutbar ist? Unter einer Frau zu arbeiten, wo kämen wir hin? Zum Glück gibt es auch die sanften Männchen. Sie wollen Frieden, wünschen den Frauen nur das Allerbeste und befürworten auch mal eine weibliche Bewerbung. Nur in Verteidigungsministerien hat man so gut wie nie eine Frau gesehen. Warum? Würde sie etwa mit dem Militärhaushalt besser umgehen? Milliardeninvestitionen in Krieg würden nicht stattfinden? Das könnte man nicht der weiblichen Unberechenbarkeit anlasten. Auch bei Korruption scheint die Frau eher eine untergeordnete Rolle zu spielen. Also, Männer, worauf warten wir noch? Wir brauchen die Quote nicht, müssen lediglich tief Luft holen und den Mädchen endlich mehr zutrauen. Gerade in Kriegszeiten und Notlagen erweisen sie sich immer wieder als die Stärkeren, als die Nothelfer des ach so gebrechlichen Mannes. Frauen, wir brauchen euch!






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