Dienstag, 13. Februar 2018

Wenn ich amerikanischer.....

Präsident wäre, würde ich auch eine Mauer nach Mexiko hin bauen lassen. Erstens ist so etwas sauteuer, wird jedoch vom Steuerzahler übernommen. Zweitens schafft dies Tausende von Arbeitsplätzen, wohl auch für Mexikaner. Drittens grenzt eine Mauer eher ab, als dass sie verbindet. Wer will denn schon, dass Millionen US-Amerikaner in das billigere Latino-Land hineinströmen und es mit unnötigen Ami-Produkten vollstopfen. Und an die gewünschten Drogen kommt ein ordentlicher Amerikaner allemal kinderleicht heran. Auch ohne Mexiko.

Auf nach Mexiko! 
Für mich waren Mexiko-Western immer die besseren. Weniger klischeehaft als die US-amerikanischen. Mit einem guten Schuss Madonnenverehrung. Einfach katholischer. Viele spielten in den geheimnisumwobenen Pueblos. Auch die Musik war eine andere: Por los camínos de Mejico voy.  Tierra de tantas ilusiones, donde io nací. Das hatte Hand und Fuß. Der gefühlte Unterschied zu den USA: der Westernheld schoss, der Mexikaner ritt. Und am Ende war immer irgendwo eine Wasserstelle für das Pferd.

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass die USA von englischsprachigen Landnehmern (Sunflower und so) und anderen Einwanderern, meist mit miesen Sprachkenntnissen, überrollt wurde, während Mexiko mehr spanisch-iberisch erobert wurde, was auch religiöse Streitereien nicht ausschloss. Jedenfalls war der große Zampano kein richtiger Held mit der entsprechenden Verehrung, sondern eher ein Prahlhans aus dem italienischen Fellini-Film La Strada. Lieber bringt man ihn mit Mexiko in Verbindung, als ihm eine angelsächsische Abkunft anzudichten.

Der Große Zampano! 
Wenn man an Amerika denkt, ist das Einordnen unserer Welt der Helden und Bösewichte immer schon schwer gewesen. Die Neue Welt hat ihre eigenen Idole und ihre eigene Wahrheit, wer weiß, woher? Pinocchio aus der Alten Welt, hat eine lange Nase. Warum? Weil Lügen kurze Beine haben? Warum können sich dann manche Politiker so lange halten? Man denke an Helmut Kohl, dessen Lügen lange nach seinem Tod ans Tageslicht kamen. Oder ist es das Internet-kontrollierte Flunkern, an das sich jeder gewöhnt hat? Angela Merkel, Beatrix von Storch, Boris Johnson, wo ist da jetzt der Unterschied?

Kurze Beinchen? 
Das "Hugh, ich habe gesprochen" des alten Indianers reichte meist, um die notwendige Glaubwürdigkeit herzustellen. Heute kann man die Wahrheit oft nicht einmal erkennen. Man muss sie hinnehmen wie sie daherkommt. Der Mond ist rund, aber wen interessiert das? Die Englische Königin sagt nichts. Ist das der Grund, warum sie nicht lügt? Wenn ich amerikanischer Präsident wäre, würde ich das Blaue vom Himmel lügen. Es kümmert sich eh keine Sau darum. Und das mit der Mauer kann ja noch warten.












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