Freitag, 22. September 2017

Was ist der Tod?

Ich denke nicht daran, eine Abhandlung über den Tod zu schreiben. Erstens habe ich ihn noch nicht persönlich erlebt, zweitens habe ich so viele Varianten des Todes gesehen, dass mir allzu viel dazu einfallen würde, drittens habe ich bisher nur gelegentlich an Bruder Hein gedacht, weil man das in jungen Jahren auch nicht oft tut. Ernsthaft nahe bin ich ihm aber gelegentlich schon gekommen, etwa, als ich als Knabe einmal alleine durch Wald und Feld streifte, ein Flugzeug beobachtete, das nicht sehr hoch flog und plötzlich eine Bombe abwarf, die auf mich gerichtet schien. Ich legte mich unter einen Baum und bereitete mich auf mein Ende vor. Die "Bombe", so hat man mich getröstet, war ein leerer Kerosintank, der nicht explodierte, sondern weitab von mir niederging. Es geschah nichts.


Mein geliebter Opa starb mit fast 98 im Bett. Ich besuchte ihn oft, hatte aber auch schon das Gefühl, dass sein Tod für alle Liebenden und Pflegenden eine Erlösung war. Das Tröstliche daran war eine Nonne namens Liberalis, die jeden Tag nach ihm schaute. Für mich eine wahre Heldin der Nächstenliebe, die ich für immer in Erinnerung behalte. Schwester Liberalis starb in ihrem klösterlichen Mutterhaus am Bodensee. Eingetreten in das Vergessen. Als Cathies Vater vor wenigen Jahren in Yorkshire verstarb, erfuhren wir es in unserem Haus im Schwarzwald. Der Kummer, seine Frau kurz davor in ein Pflegeheim gebracht zu haben, weil sie nicht mehr gehen konnte, muss ihn von da an ständig begleitet haben. Sein Tod war plötzlich, und man muss ihn als schön bezeichnen: Lewis saß in seinem Sessel. Der Fernseher lief am kommenden Morgen noch, als eine Nachbarin ihn fand. Mit einem halbvollen Whiskyglas in der Hand und seinem liebenswürdigen Lächeln auf den Lippen, war er einfach eingeschlafen. Nach dem ersten Schock sagten Cath und ich, wie schön, dass er so sterben durfte. Wir lachten getröstet.


Ich wurde einmal gefragt, was denn ein schöner Tod sei. Schön, so denke ich auch heute noch, ist nicht das richtige Wort. Der Tod ist ein Abschluss des Lebens. Tragik? Kathastrophe? Erleichterung? Eintritt ins Paradies? Wir können es nicht wissen. Und wollen es auch nicht wissen. Wenn das Leben ein einziger Kampf war, sollte mit dem Tod schon längst der Friede eingetreten sein. Wenn möglich, schon vorher. Man merkt, wie dumm es ist, im Unfrieden zu leben. Für mich ist es eine gute Vorstellung, Streitereien, Konflikte, böse Erinnerungen zu beenden, solange man es kann, und den Sensenmann, der alle zu schrecken scheint, als eine unumgängliche Tatsache zu akzeptieren, wenn die Zeit gekommen ist.


Ich muss mich bei mir selbst entschuldigen. Erstens ist der Totensonntag noch lange nicht auf dem Kalender sichtbar, zweitens dachte ich nicht daran, eine Abhandlung über das Ende zu verfassen. Und drittens hat das alles hoffentlich noch Zeit. Am besten, wir nehmen die Dinge an, wie sie kommen. Nichts kommt zu früh und nichts zu spät. Doch die mutmaßlichen "Herren" dieser Welt, die glauben, Leben und Tod der Mitmenschen bestimmen zu können, müssen in ihre Grenzen gewiesen werden. Auch die Trumps, Kim Jong uns und anderen Fanatiker müssen einmal daran glauben. Kann ihnen das einmal jemand klar machen? Die Pomposität einer Bestattung war noch nie ein Beweis für die Bedeutung einer Existenz.










Mittwoch, 20. September 2017

Zwei Heimaten oder Zuhauses.

Was denn nun? Heimat in der Mehrzahl gibt es natürlich. Zuhause, mehr als ein? Zuhauses? Das konkrete Problem ist, dass der Mensch normalerweise eine Heimat oder ein Zuhause hat. Die Mobilität macht es möglich, an zwei veschiedenen Orten ein Zuhause zu haben. Bei uns: Badischer Schwarzwald und englisches Yorkshire. In Baden, genauer, in Tiergarten bei Offenburg, werden die Tomaten reif, und der Wein wächst üppig um das Haus herum. Ortenburger Spätburgunder, und Riesling von der feinen Art. Alles bei Angelika Kimmig zu haben. Etwa 100 Meter weiter bergauf. Schön, in Baden zu sein, ein leicht überwuchertes Haus zu bewohnen und Angelikas Wein zu trinken.

Heimat, Baden.  
Der Wein hat einen herrlichen Abgang. Deshalb werden einige Kartons am Wochenende mit nach Yorkshire kommen,  das eher für seine Biere bekannt und geschätzt ist. In der Old Hall in Haworth werden wir dann wieder Fish&Chips mit Garden Peas essen, und äußerst vorsichtig ein Glas italienischen Rosé dazu bestellen, denn Wein ist dort oft eine Glücksache und hat keinen spezifischen Abgang. Unser Garten in Haworth bringt als Früchte schwarze Johannisbeeren. Die sind schon geerntet und zu einer sauguten Konfitüre verarbeitet. Sonst ist mir nichts Essbares aus diesem Paradies bekannt.

Angelika und ihr Wein 
In Deutschland stehen die Bundestagswahlen an. Die Hauptkandidaten: Angela Merkel und Martin Schulz. Ihr Ton wird noch etwas rauher. Das gehört sich so. Inhalte sind kaum auszumachen. Es sei denn, man äußert sich überklar zu den Unflätigkeiten des rechten Spektrums. Die AfD, wird sie über die 10% kommen? Ich schäme mich schon mal im Voraus. Die traditionellen Parteien wollen alle regierungsfähig sein, sind es aber bei genauem Hinsehen nicht. Demokratisches Wursteln wird das genannt. Kein Grund für die maßgeblichen Gewinner, laut zu jubilieren.

Haworth, 300 Jahre alt? 
In England schlägt man sich immer noch mit dem Brexit herum. Man hört, dass Theresa May nicht fest im Sattel sitzt, aber dass außer dem machthungrigen Boris Johnson, so etwas wie ein Außenminister von der unteren Art, niemand in den Startlöchern zu hängen scheint. Man hört auch, dass eine lächerlich geringe Brexit-Austritts-Gebühr von ca. 20 Milliarden Pfund wie ein Versuchsballon in der Luft hängt. Das müde Lächeln der EU-Vertreter soll schon gesichtet worden sein. Ansonsten sind die Medien mit den üblichen Mord- und Missbrauchsraten voll ausgelastet. Nur das Vergewaltigen und Abschlachten kleiner Mädchen und Jungs erweckt noch genug Interesse. Gehen wir alle eines Tages eng umschlungen den Bach hinunter?

Eines von 2 Zuhause(n): Yorkshire Moor 
Ich halte viel davon, wie unser genialer Freund in Amerika, Old Donnie, die Probleme zu bewältigen.  Wegschauen und mit Drohgesäusel. Und wieder alles vergessen. Mauer nach Mexiko? Er hat seine öffentlichen Erklärungen noch immer nicht beendet. Zur Zeit zittert das Land des Kim Jong Un über neue Drohungen aus Washington. Wird der Präsident in einem Anfall von Vergesslichkeit das schöne Nordkorea nuklear ausradieren? Wir alle wissen es nicht, sind jedoch nur mäßig beunruhigt und gespannt, wie's weitergeht.





Meine alten Damen.

Ich weiß nicht, wie ich beginnen soll. Pervers bin ich nicht, aber, ist es "normal", eine lebenslange Schwäche für alte Damen zu haben? Ich rede jetzt nicht über meine Großmütter, die ich verehrte und von denen in meinem 3-4jährigen Leben als Knabe, die eine wütend ausrief: "Dieser Hitler ist ein Teufel". Das hat mir die Augen geöffnet, obwohl niemand in meiner kindlichen Umgebung irgendetwas Positives über dieses braune Gesockse geäußert hätte. Ich wusste schon früh, dass Nazi und Co. übel war, hatte aber nichts damit zu tun. Meine Omas (und auch der einzige Opa, den ich hatte), waren politisch gesehen, astrein.


Auch im Rückblick überkommt mich keine Scham, wenn ich an meine intensiven Freundschaften zu alten Damen denke. Mit Sex hatte das nichts zu tun, doch die Schönheit eines freundlichen alten  Gesichts hat mich von klein auf schon fasziniert. Tante Johanna muss ein Sonderfall gewesen sein. Wenn wir uns begegneten, was nicht oft geschah, rastete sie aus. Sie knuddelte mich, steckte mir sofort Bonbons in die Taschen und himmelte mich an. Sie war unverheiratet und wurde von einem Bus überfahren, bevor ich in eine tiefere Beziehung zu ihr treten konnte. Auch das gibt es im Leben.

Eine andere ältere Dame, war die Tante eines Mädchens, dessen Eltern nicht mehr lebten und das von ihr, einer etwas autoritären Lehrerin, aufgezogen wurde. Die kleine Louise und ich waren gute Freunde, doch mit der Tante führte ich geistig hochstehende Gespräche, und ich stellte nach Jahren fest, dass ich wieder einmal mit einer älteren, und unverheirateten älteren Dame freundschaftlich verbunden war. Junge Mädchen meiner Altersklasse gab es natürlich auch. Sie machten mich erröten, und ich fühlte mich verpflichtet, mich in sie zu verlieben, was oft mühsam und mit Hänseleien verbunden war.

Harold and Maude, Film von Hal Ashby. 
Erst als der Film "Harold und Maude" (1971) herauskam, verstand ich mich besser. Harold ist um die 20, Maude eine fast 80jährige ältere Frau. Beide geraten in ein Verhältnis, das auch vor Sex, Motorradabenteuern und leidenschaftlichen Küssen nicht halt macht. Harold lebt bei seiner tyrannischen Mutter, und hat eine makabre Veranlagung: Er liebt Bestattungswagen, täuscht Selbstmordversuche vor und lernt auf einem Friedhof Maude kennen, in die er sich verliebt. Eine wilde Zeit beginnt, die mit einer Heirat enden soll. Maude beschließt jedoch, zu sterben, während Harold gereift aus dieser Beziehung hervorgeht. Für mich war Maude die Addition von Sandkastengespielin, Jugendschwarm, Partnerin und Mutter. Eine Schwarze Komödie? Warum nicht?

Meine Jugendliebe, bevor es dann ernst wurde mit Familie und so, war Liese L. Wir hielten zusammen, bis sie in einem Altersheim verlassen starb. Sie kam als DDR-Flüchtling nach dem Westen und lebte bei einem wohlhabenden Vetter und dessen Frau. Mann und Sohn hatte sie im Krieg verloren. Ihr Haus in Erfurt wurde ihr genommen, ihre westliche Freundin war meine Tante. Wir sahen uns regelmäßig, denn sonntags lud sie mich zum Frühstück ein, was für mich eine zweite Mahlzeit bedeutete, denn ich hatte schon mit meinen Eltern gefrühstückt. Ich liebte die Gespräche mit ihr, und ich hörte auch gerne zu, wenn sie von ihren "Männern" erzählte. Ich bemerkte bald, dass ich sie an ihren gefallenen Sohn erinnerte. Sie verwöhnte mich mit kleinen Geschenken, Lederhandschuhen, Krawatten, Socken und Einstecktüchern.

Statt Rosen. 
Die Zeit meines Studiums brachte mich in eine andere Stadt. Wir sahen uns seltener, trafen uns aber bei jedem Besuch bei den Eltern. Dann kam sie in ein Altersheim, das wir beide hassten. Ich hatte sie nur 2-3mal dort besucht. Dann starb sie. Ich musste zur Beerdigung aus Frankreich anreisen und kam wegen eines Staus auf der Autobahn eine Stunde zu spät. Meinen Rosenstrauß legte ich an ihrem Grab nieder. Als ich nach dem üblichen Kaffee-und-Kuchen mit einigen wenigen Freunden nocheinmal durch den Friedhof schlenderte um das Grab zu sehen, bemerkte ich, dass jemand die Blumen gestohlen hatte.

Gerne denke ich an die Zeit mit Liese zurück. Sie hatte mir nach Jahren das "Du" angeboten. Ich habe als junger Mensch viel von ihr gelernt. Schmerz überkommt mich immer noch, wenn ich an ihr Schicksal denke. Mann, Sohn und Heimat verloren. Einsam in einem unwürdigen Heim gestorben, und ich lebte und arbeitete im Ausland und hatte mich viel zu weit von ihr entfernt. Harold und Maude, das geht selten gut aus, doch eine Freundschaft zwischen einer älteren Dame und einem jungen Mann kann etwas unheimlich Schönes sein.










Mittwoch, 13. September 2017

Geschmacklosigkeiten über die man streiten kann.

Es ist schon wieder 5 Jahre her. Cath und ich sitzen mit englischen Freunden in einem Restaurant im Elsaß, das wir seither natürlich nicht mehr betreten haben. Wir spechen Englisch, sind jedoch auch des Französischen mächtig. Der Kellner bringt eine Flasche Weißwein und schenkt mir zum Versuchen ein. Ich probiere und sage, nicht unfreundlich: der Wein könnte etwas kühler sein. Der Rotzlöffel von Kellner antwortet: C'est une question de gout (das ist ein Frage des Geschmacks). Dafür, dass man dieses warme Zeug auch noch bezahlen muss, war diese Bemerkung eher frech. Wegen den Gästen verzichtete ich auf ein Donnerwetter.


Wo bei mir heutzutage auch eine Augenbraue hochgeht, ist im Supermarkt. Wenn man in Yorkshire/Nordengland lebt, hat man keine Chance, eine gute Leberwurst zu finden. Allerdings, was sich dort Brussels Paté nennt, schmeckt recht gut, ist aber keine Leberwurst. Ich bin praktisch mit Pfälzer Leberwurst groß geworden. Schon mein Papa strahlte bei ihrem Anblick. Ganze Generationen haben in Deutschland Leberwursterfahrung gesammelt. Mindestens 20 Sorten waren auf dem Markt zu finden. Alle lecker.

Hausmacher Leberwurst: haha! 
Der an Leberwurst interessierte Engländer bekommt als Langenscheidt-Übersetzung: liver sausage, liverwurst oder leberwurst angeboten. Das ist natürlich etwas ärmlich, zumal man im Land so gut wie keine "echte" Leberwurst findet. Also befinde ich mich mit Cath gerade für 2 Wochen im Land der Würste. Um unser geliebtes Haus herum stehen Bäume, Büsche und Rebstöcke. In den Läden wird Leberwurst angeboten. Ich greife zu. Erster Kauf: Landleberwurst, leicht grau, grob, appetitlich und geschmacklos. Zweiter Kauf, anderer Laden: eingedoste, feine Leberwurst: Leicht zu streichen, rosa in der Farbe, etwas besser, aber unendlich weit von meinen Leberwurstträumen von damals entfernt.
Wenn ich mich erinnere, gab es früher in der Leberwursthochburg Deutschland keine Leberwurst, die nicht schmeckte. Und immer war ein zarter Hauch von Majoran damit verbunden.

Question de gout! 
Jetzt muss ich mich fragen, ob meine Geschmacksnerven mir einen Streich spielen. Cath sagt nein, denn beim Wein und so, scheinen diese noch intakt. Bei der 3. Leberwurst erlange ich Gewissheit: der Zahn der Zeit hat die deutsche Leberwurst für immer (?) zernagt. Woran kann es liegen? Haben die Gesundheitsgurus wieder mal zugeschlagen? Leberwurst ist zu fett, höre ich sie sagen. Chemische Zusätze, zu Ungunsten des Geschmacks? An irgend etwas muss es ja liegen. Beim Brot, wo Deutschland auch mal so etwas wie Weltmeister war, stellen wir seit Jahren den gleichen Niedergang fest: 1000 Sorten in den Supermärkten können nicht darüber hinweg täuschen, dass Brot eine meist geschmacklose Massenware geworden ist.

Sieht gut aus, aber uninteressant 
Damit meine Augenbraue nicht zu sehr leiden muss, verzichte ich hier auf die Bemühung, etwas nachzuweisen. Es sind Dinge des Geschmacks, Erfahrungen, die jeder irgendwann einmal macht. Man kann darüber nicht streiten, sonst müsste man eine bestimmte Partei eine Nazipartei und ihre Anhänger geschmacklose Hetzer nennen. Aber, vielleicht hat sich auch hier der Geschmack unmerklich verändert. Bei der deutschen Leberwurst ganz sicher*.

Kleiner Nachtrag: Heute finde ich im Supimarkti eine Leberwurst, die tatsächlich essbar ist. Ich gebe also meine Hoffnung wieder mal nicht auf.


Montag, 11. September 2017

Nase schon wieder voll.

Das muss ich erklären. Vor ein paar Tagen sind wir aus England eingetroffen. Die Fahrt mit dem Auto war etwas beschwerlich. Ich höre von Angela Merkel (im Wahlkampf), dass Deutschland eine liberale Demokratie ist. Nach dem, was Erdogan wieder losgelassen hat, der seine türkischen Landsleute davor warnt, nach Deutschland zu reisen, ist Merkels Reaktion eher verständlich. Und eigentlich viel zu vague. Aber, was soll's. Meines Wissens habe ich aufgrund dieser chauvinistischen Hetzkampagne dieses selbsternannten Minidiktators keinen einzigen türkischen Freund verloren. Das eine hat mit diesem anderen nichts zu tun.

Falsches Lächeln 
Dann ging ich zu meinem Lieblingsbauernladen, um endlich eine echte deutsche Leberwurst zu erstehen. Und die guten Äpfel, den herrlichen Bergkäse, das Quittengelee und vieles andere. Das gastronomische Heimatgefühl hatte sich schnell wieder eingestellt. Drei ältere Damen aus Freudenstadt waren auch gekommen, um gut und billig(er) einzukaufen. Sie hatten einen recht langen Weg bis nach Oberkirch auf sich genommen. Leider benahmen sich diese Kundinnen wie ein Tribunal: wieso die Äpfel nicht billiger seien. Die gute Sorte war es auch nicht. Kein einziges freundliches Wort. Dann schwirrten sie ab. Ich dachte, aha, ich bin zurück in Deutschland. Der unnötig feindselige Ton, bei unnötig unhöflichen ollen Tanten. Das kenne ich. Warum, würde ich Angela Merkel fragen, gibt es diese Diskrepanz zwischen diplomatischer Offenheit (schließlich haben wir ziehmlich großzügig die Türen für Hunderttausende Flüchtlinge geöffnet) und dem rechthaberischen, säuerlichen und abweisenden Ton des Menschen von der Straße, der immer noch nicht gelernt hat, sich zivilisiert zu benehmen?

Der hässliche Deutsche 
Wer aus England kommt, wo wir jetzt wohnen, erfährt diesen kulturellen Schock wie einen Hammerschlag. Den Deutschen geht es gut. Wir werden selbst durch andere geachtet und meist fair behandelt. Der Umgangston in diesem Land hätte sich schon längst dem freundlichen Klima unter zivilisierten Menschen anpassen können. Dazu gehört ein freundliches Lächeln, auch wenn es nicht immer herzlich sein muss. In England ist es auch in der tiefsten Provinz so. In Deutschland wird der andere, und auch der Fremde, zunächst wie ein potenzieller Feind behandelt. Eine Chance, sich freundschaftlich miteinander zu unterhalten, bevor man mit dem Anwalt droht, scheint es kaum zu geben. In zwei Wochen sind wir wieder in Yorkshire. Ich schäme mich immer ein wenig, wenn ich mit solchen Provinzbanausen zu tun habe.

Das könnte eine Deutsche sein. So freundlich wie die lächelt 
Da ich mir die germanische Rechthaberei schon längst abgewöhnt habe, erfahre ich auch, wie schön es ist, von einem Fremden höflich behandelt zu werden. Ist es das Geld? Das Häuschen, der Garten? Das Auto? Auf fast allen Gebieten geht es uns besser als den anderen. Werden wir bedroht? In anderen Ländern gibt es auch Probleme, aber man nimmt sich und seine Geschäfte nicht so ernst. Nur in den USA will dieser Trump Amerika wieder "groß" machen. Wie lächerlich so etwas ist, versteht jeder auf Anhieb. Die Merkel will die Wahlen wieder gewinnen. Das ist ihr gutes Recht.


Das bringt mich zu dieser Partei, die auch gewählt werden  möchte, die AfD. Wenn wir deren Gehetze und typisch deutschen Primitivismus zum Maßstab nehmen, sind wir eigentlich keine Kulturnation mehr. Ich frage mich, ob wir mit Merkel richtige Antworten finden, oder ob der Ton noch rauher werden wird. Wir sollten mehr auf andere schauen und das Rechthaberische im typisch deutschen Wesen (tut mir leid) bescheiden beiseite legen. Die AfD würde das als Nestbeschmutzung bezeichnen, was ich da geäußert habe. Da Eigenlob meist stinkt, halte ich mich lieber im kritischen Bereich auf, wo man noch über Dinge diskutieren kann.










Dienstag, 5. September 2017

LGBTQ oder so. Aufklärung oder Abklärung?

Ich möchte mich gerne lustig machen über das Chaos und Englischgefasel, das in unserer sexuell befreiten Internet- und nichtinternet-Welt zu herrschen scheint. Die armen Opfer dieser deutsch-englischen oder eher englisch-deutschen Verdrehung nehme ich aber aus. Jemand, der sich über seinen sexuellen Standort nicht im Klaren ist, hat genug Probleme und kann seine sexuelle Veranlagung kaum ungestört ausleben. Doch - mit wenigen Ausnahmen -
ist am vielleicht zu hoch eingeschätzten Sexualleben des Menschen jeder irgendwie beteiligt. Daher die große sexuelle Neugier, schon von klein an.


Die sexuelle Befreiung kam mit Lady Chatterlay's Lover von D. H. Lawrence? Frivole Kost, die schon 1928 das Licht der Welt erblickt hatte. Doch der Umbruch lässt sich zeitlich nicht einfach festlegen. Die 68er Protestbewegung mit Rainer Langhans und anderen hat ebenfalls mitgewirkt, und die mehr und mehr unerträgliche Bigotterie und das Scheinheiligtum waren nicht ganz unschuldig. Der Mensch brauchte mehr Freiheit und emanzipierte sich auch sexuell. Als mein bester Freund mit 12/13 Jahren einem Mädchen im Spaß das Höschen runter zog, war die Empörung noch so, dass er das Abitur nicht machen konnte. Ein neugieriger Kinderstreich, der schwer geahndet wurde. Das Mädchen scheint aber keinen Schaden genommen zu haben.


Noch waren die Großmütter und Kirchenvertreter die obersten Hüter der Moral, als Oswalt Kolle noch den Aufklärer spielte und wir alle fasziniert eine neue Sprache lernten. Man hörte Worte wie bumsen, onanieren, Schwanz und Möschen. Die Erotikindustrie nahm ihren Aufschwung, obwohl Geschlechtsteile in der amerikanischen Filmproduktion heute immer noch prüde weggesteckt werden. Dafür haben jetzt Finanzmenschen keine Scham mehr, nur so in den Milliarden zu wühlen.


Leider sind wir Sexkonsumenten heute Opfer ungeheurer Kolonialisierung, denn das Englische beherrscht in diesen Dingen sozusagen die sprachliche Landschaft. Wir sind nicht mehr einfach nur an Sex interessiert, nein, wir bekennen uns zu LGBTQ. Um dieses Kürzelmonster zu entwirren, sucht man Hilfe im Internet. Da erfährt man, dass man entweder L (lesbisch), Gay (schwul), Bi (bisexuell), T (Trans-) oder Q (questioning = sich fragend) ist. Bei dem Q frage ich mich immer noch, wer oder was ich bin. Bei dem so gerne gebrauchten LGBT geht mir alles ein wenig zu sehr ins Intime. Bin ich lesbisch, schwul, Bisexuell oder Trans? Weiß ich es etwa nicht, oder will ich es nicht sagen? Gehört es zur sexuellen Freiheit, es zu sagen, oder habe ich die Pficht, ein Bekenntnis abzulegen?


Doch seit man von der katholischen Kirche keine offenen Bekenntnisse über Kindermissbrauch durch Kirchenmänner erfährt, ist es schwer zu verstehen, warum man sich dazu bekennen soll, ein wenig schwul, lesbisch oder bisexuell zu sein. Wenn ein amerikanischer Präsident in seiner Amee keine Transsexuellen und keine Muslime aus bestimmten Ländern haben möchte, müssen wir armen Erdenbürger auch nicht sagen, wo hin wir neigen. LGBTQ eben, sonst nichts. Oder doch? Und wenn ja, warum? Dann drehe ich mich lieber mit Lady Chatterley und Oswalt Kolle rhythmisch im Grab herum oder onaniere nach Herzenslust.




Sonntag, 3. September 2017

Atomgequatsche.

Heiße Eisen sind dazu da, angepackt zu werden. Lange Zeit hat die westliche Welt hingenommen, dass die USA Atomwaffen besitzen. Bisher konnte man sie auch als Garant für eine Art Weltfrieden durchgehen lassen. Schließlich hat es seit Hiroschima nicht mehr gekracht. Doch, drei Tage später, als Japan noch nicht aufgegeben hatte, und Nagasaki dran kam. Wieviele Menschen sind damals umgekommen? Egal. Egal?

Hiroschima 1945 
Großbritannien und Frankreich folgten als sogenannte Siegermächte. Auch sie gehören zu den Glücklichen der oberen militärischen Welt-Klasse. Kein Wunder, dass auch Israel dazu gehören musste. Doch hier zeigt sich schon, dass nukleare Ausstattung zwar als Abschreckung benutzt werden kann, jedoch nicht, um den Gegner zu erpressen. Sonst hätte der Nuklearzwerg Un aus Nordkorea längst zugeschlagen. Welch Wahnwitz, dass gerade die Vereinigten Staaten einen gewählten und voll autorisierten Präsidenten haben, der am liebsten mit seinen nuklearen Fingerchen an sich herumspielen möchte. Was hält ihn davon ab? Der kleine Un hat ihn doch schon genügend gereizt.

Der Pilz von Nagasaki 
Ist es Vernunft oder die blanke Furcht? Der Einsatz von Atombomben - wie Hiroschima und Nagasaki gezeigt haben, ist auch für die älteste Atommacht schlechthin ein Verbrechen. Als ob es durch Hunger, Flucht, Flugzeugabstürze, Autounfälle, Drogen und Waffenbesitz nicht schon genug Tote gegeben hätte. Leider sieht es jetzt so aus, als könne man die beiden Verrückten mit Nuklearbesitz nicht wirklich mehr zum Verstummen bringen.

Kim Jong Un 
Wir haben Russland und einige andere Länder vergessen. Etwa Saudi Arabien. China. Was wollen sie? Protzen mit dem Material? Sich schützen? Gibt es nicht genügend Irre, die gerne draufhauen? Die Zeit scheint mir gekommen, den atomaren Vorwand zu beenden. Er kostet Unsummen, und wenn es doch einer nicht lassen kann, haben wir den Knall. Dann ist alles möglich. Wer wen bedroht, liegt sicher nicht in den Händen Amerikas. Wir alle haben die Pflicht, die konkrete Gefahr durch Atomwaffen zu bekämpen. 

Samstag, 2. September 2017

Gewöhnlich stecke ich voller Ideen.

Nein, über den doofen Trump will ich nicht mehr schreiben. Die rechten Biodeutschen mit ihren eingebildeten Problemchen sind jetzt ebenfalls mal tabu. Bei Dummgeschwätz und Hasstiraden stellt sich schnell die Langeweie ein. Bleiben nur noch die Merkel, die nicht weg müssen will oder weg wollen muss, der bauernschlaue Ungar, Victor Orban, dem ohnehin keiner über den Weg traut, und die Großmutter Petry, die endlich geboren hat und deren Säugling sich nicht für die Vermarktung eignet. Das hat sie schon mitgekriegt. Auf die unsägliche Storch gehe ich nicht freiwillig ein. Sie wiederholt sich nur noch, und diesen Meuthen nimmt man schon wegen der ekeligen Schnute nicht gerne in den Mund. Das Rechtsgeplapper scheint sich (momentan) erschöpft zu haben.

Ja, ja, die Wahlen... 
Natürlich freut man sich, wenn es an dieser Front etwas ruhiger wird.  Kreativität war ja nie ihre Sache. Ich scheue mich auch ein wenig, Literarisches ins Auge zu fassen. Hier in England gibt es eine blühende Krimiproduktion. Ob die stolze Nation wirtschaftlichen Rückschritt durch Hinwendung zum Verbrechen kompensieren möchte oder das Wegschauen von den Folgen des Brexit praktiziert, wir wissen es nicht. Sicher ist, dass Val McDermit eine der schärfsten Krimiautorinnen ist, die noch frei herumlaufen. Unter fast 600 Seiten fängt sie nicht an. Die Erregung des Lesers steigert sich mit jeder Seite. Ich mag mir nicht vorstellen, dass ich vor 2 Jahren noch keine Ahnung von dieser Dame hatte.

Von der auch nicht. 
Es gehört zu den fiesesten Eigenschaften eines Lesers, die Krux eines Krimis breitzuwalzen. Kein Wort kommt über meine Lippen. Nur so viel: die Dame lohnt sich allemal. Ihr Dr. Tony Hill, ein sensibler und überbegabter Profiler und die energische und erfolgreiche Carol Jordan, tauchen in ihren Romanen auf, wenn ein Serienkiller mit sexuellen Neigungen die Menschheit verrückt macht. Tony Hill findet die abenteuerlichsten Motive heraus, und Carol, die Polizeidame, ist manchmal als Versuchskaninchen tätig.

Und von Val McDermid leider auch nicht.
Mc Dormid: "The Last Temptation" spielt teilweise in Berlin und hat mit der faschistischen Vergangenheit zu tun. "The Mermaids Singing" befasst sich mit verschwundenen Jugendlichen und einigen Hintermännern. Das gequälte Hirn eines Serienkillers wird durchleuchtet. "Wahrhaft beängstigend" sagt die Kritik.  "The Wire in the Blood". Jäger und Gejagte machen alles noch schlimmer. In welcher Übersetzung diese Krimis auf Deutsch zu finden sind, würde ich als eine lohnende Suchaufgabe bezeichnen.


Da man solche Literatur gerne nicht einfach verschlingt, sondern genießt, indem man das Ende etwas hinausschiebt, nimmt man dazwischen mal das komplizierte Soduko zur Hand, das mit den 16er Quadraten. Oder, man geht in den Garten, wo zur Zeit die schwarzen Johannisbeeren reifen, äußerst schwarze aromatische Beeren, die mit viel Zucker zu wahnsinniger Konfitüre verarbeitet werden können, die man ganz sicher nicht in einem Supermarkt findet. Damit hat man den Boden der nüchternen Realität wieder betreten.







Das Yorkshire Moor - eine Diva unter den rauhen Landschaften.

Wer vom Moor spricht, setzt gerne ein trotziges Lächeln auf. In Yorkshire ist das Moor der einzige Weg, den man mit Begeisterung geht. Möglichst mit Hund. Das einzige, das dabei keine Rolle spielt, ist das Wetter. Zur Zeit werden wir hier mit unglaublich hohen Dosen an Sonne verwöhnt. Wen es da nicht ins Moor zieht, hat kein Auge für rauhe aber herzliche Landschaften.


Für Cath und mich steht jetzt fast jeden Tag ein Kilometermarsch durchs Moor auf dem Programm. Cath übertreibt manchmal, indem sie mich alleine zurück zum geparkten Auto straucheln lässt und nach einigen Extra-Meilen alleine zu Fuß nach Hause kommt. Wilde Tiere gibt es zum Glück hier nicht. Also Wölfe und so.Vereinzelt starren dich ein paar Schafe an. Die Füchse halten sich diskret im Versteck. Und der Adler überschwebt mit scharfem Auge das Heidekraut. Er hält Ausschau nach kleinen Häschen. Vielleicht auch Mäuschen.


Meist trägt der Yorshire Wanderer ein den Körper total abdichtendes Gebilde aus Plastik. Sogar die Brille ist gegen Regengüsse abgeschirmt. Wetterbeständig, aber ohne Regenschirm. Die Korpulenteren unter der Bevölkerung sitzen lieber im Café und essen Kuchen, während die Mehrheit, ob alt oder jung, mutig ins Moor aufbricht. Erstaunlich, wie fit diese Menschen sind. Da jeder 2. Engländer auch Hundebesitzer ist, wimmelt es im Moor nur so an Vierbeinern, mit deren Papis und Mamis man kinderleicht ins Gespräch kommt.


Manchmal würde man sich eine Bank zum Ausruhen wünschen, womöglich sogar ein winziges Café mit Kuchen. Doch dafür ist das Moor zu herb. Andererseits führt die Blütezeit des Heidekrauts, unser verehrtes Erika, zu wahren Duftorgien, wenn der oft schneidige Wind nicht alles über die Hügel pustet. Es kann gesagt werden, dass im kargen Moor oft auch ungewohnte Glücksgefühle losgetreten werden, an die man sich zuhause gerne erinnert.


Gelegentlich verirrt sich auch eine Japanerin hierher, denn sie hat in ihrer Pflichtlektüre in der japanischen Schule "Wuthering Heights" (Stürmische Höhen) von Emily Bronte gelesen, bevor sie ihre Pilgerreise ins Bronte-Land unternommen hat. Hier, in Haworth, wird sie dann, als Teil einer ganzen Busladung in das Haus der Bronte-Schwestern geleitet, die als Autorinnen das Moor schon im 19. Jahrhundert eifrig besungen haben. Deshalb nennt man die Gegend hier auch gerne Bronte Country. Für eine coole englische Landschaft recht exotisch.









Freitag, 1. September 2017

Hundert Jahre, ein märchenhaftes Alter.

Ich weiß nicht, wieviele es schon gibt. Einer, hier in England, soll sogar an Radrennen teilnehmen. Die Bewunderung für jeden, der über 100 ist, kann als sicher angenommen werden. Beängstigend jedoch ist die seit Jahren wachsende Zahl von Hundertjährigen. Allein im Vereinigten Königreich leben jetzt fast 15.000 solcher Menschen, und zwischen 1985 und 2016 ist die Zahl der über 105-Jährigen in England von 130 auf 850 gestiegen. Anfang 2017 ist die älteste Engländerin mit 113 Jahren gestorben: Gladys Hooper. Falsche Schlüsse daraus zu ziehen ist nicht angebracht.

Die Schönheit hohen Alters 
Der Klimawandel in Großbritannien ist nicht viel anders als etwa der in Deutschland, wo es auch schon unzählige Hundertjährige gibt. Ich gebe das Zählen jetzt auf. Sie Statistiken und das Guiness Book of Records sind mir zu ungenau. Zwischen Deutsprachigen und Deutschen ist ein Unterschied, zwischen  aus Russland oder anderen Ländern Eingewanderten und nach USA ausgewanderten Hundertjährigen ebenso. Statistiken sind international kaum vergleichbar, und kaum hat man den Ältesten der Welt in Polen ermittelt, stirbt er und wird durch einen Malteser ersetzt, der dann nur für drei Monate "amtiert" bis auch er das Zeitliche segnet.

Mbah Gotho, 145                                            
Beschränken wir uns auf Bemerkenswertes: Nein, Angela Merkel ist noch nicht 100. Aber Mbah Gotho aus Indonesien glaubt, 145 zu sein. Da gab es noch keine Geburtsurkunden. Aso sind Zweifel angebracht. Er soll im Dezember 1870 geboren sein, kurz bevor das Deutsche Reich gegründet wurde. Frau Augusta Holtz hatte 4 Jahre lang die Ehre, weltältester deutsch-amerikanicher Mensch zu sein. Sie wanderte nach USA aus, und starb dort 1986 mit 115 Jahren. Und Jeanne Calment, eine Französin, hielt 27 Jahre lang den Rekord der ältesten Person der Welt. Sie starb 1997 mit 122 Jahren.

Auschwitz 
Das Schicksal von Yisrael Kristal sollte nicht unbeachtet bleiben. 2016 war er mit 112 Jahren der Weltälteste. Zwei Weltkriege hat er als Pole überlebt. 1939 kamen er und seine Frau mit den beiden Kindern ins Ghetto von Lodz. Dort starben die Kinder. 1944 dann kamen die Eltern nach Auschwitz, wo seine Frau umgebracht wurde. Er überlebte als schuftender Arbeitssklave. Etwa 1 Million Häftlinge wurden dort ermordet: nicht nur Juden, Polen, Roma, Behinderte, Homosexuelle, Dissidenten, Sowjetgefangene. 1945, als der Naziterror zu Ende war, wurde auch Yisrael Kristal aufgefunden. Er wog noch 37 kg.

Yisrael Kristal                                                      AFP/Getty
Die Tochter aus einer Nachkriegsehe sagte, er habe durch das Todeslager seinen Lebensmut nicht verloren. Er sei Optimist geblieben, und er schätze was ihm geblieben sei. Wenn man sich ein hundertjähriges Leben vorstellt, ist man erstaunt, dass die Schicksalsschläge Menschen auch stärken können. Es muss nicht unbedingt ein allmähliches, trauriges Aushauchen von Energie und Kraft sein. Wir müssen uns darauf einstellen, dass es in Zukunft viel mehr Überlebende geben wird.