Freitag, 4. September 2015

Eine verlorene Generation : das wollen wir nicht!

Der ertrunkene dreijährige Aylan am Strand von Bodrum ist zum Symbol geworden. Endlich können sich fast alle das Leid vorstellen, das es auch vorher schon gab und auch weiter geben wird. Die Menschen benötigen so etwas. In Frankreich waren plötzlich alle: je suis Charlie. Als das Foto des nackten Mädchens aus Vietnam, das sich vor Napalm rettete, um die Welt ging, gab es einen Aufschrei. Im geteilten Deutschland war es der Volkspolizist Conrad Schumann, der beim Mauerbau gerade noch über den Stacheldrahtzaun sprang, das Gewehr geschultert. Solche Symbole sind immer auch ein Zeichen für totalitäre Unmenschlichkeit.


Was da ein ungarischer Politiker gerade zum Flüchtlingsproblem geäußert hat, wird hoffentlich bald als unsinniges Gestammel eines völlig unbedeutenden, böswilligen und nazigeschädigten Zeitgenossen in der europäischen Versenkung verschwinden. Seinen selbstbeschmutzten Namen muss man nicht mehr nennen. Angesichts dessen, was gerade ganz Europa bewegt, kann nur die international gesteuerte Menschlichkeit die Antwort sein.

Lange werden uns die Flüchtlinge aus der Welt der Gewalt, der Armut, des Fanatismus beschäftigen. Machen wir uns nichts vor und machen wir jetzt nicht noch mehr Fehler. Die Politik kann höchstens versuchen, das Chaos etwas zu ordnen. Was wir tun können und müssen, ist den Menschen, vor allem den Kindern eine Lebensperspektive zu zeigen. Dazu könnten auch die reichen Länder am Golf beitragen, für die zwar der Koran wichtig scheint, die sich aber sonst nur noch um die Vermehrung ihres Besitzes scheren. Wo ist die sprichwörtliche orientalische Gastfreundschaft?

Eine länderübergreifende Lost Generation können wir uns nicht leisten. Alle, die eine Flucht, wie schrecklich auch immer, hinter sich haben brauchen Hoffnung und Perspektive. Sie kommen nicht als Schnorrer, sondern weil sie überleben wollen. Geben wir ihnen als erstes Hilfe beim Erlernen einer neuen Sprache. Informieren wir sie über unsere Art zu leben. Über ihre Möglichkeiten, ein wenig voranzukommen. Oder sollen wir uns von nun an schämen?

Donnerstag, 3. September 2015

Yes, we have a problem, Mister Orban! The problem is you!

Don't you think you will get away with it. Treating refugees like you do at present is criminal. Your visit to Brussels today revealed your true face. Not, that you did  not understand the situation. You know very well what you are doing. Shame on you and all the other countries wo do not show that European   solidarity we all need so badly. How dare you - in the eyes of the whole disgusted world - deliver such a mean image of your country.


Yes, the refugees want to go to Germany, where they will get disappointed as well. But the population of this country shows a lot of sympathy and good will to accommodate at present hundreds of thousands and Hungary should help, but has become so selfish and miserable. Remember how it was, when the communist system collapsed? And already in 1956, when your country wanted to get rid of the communists, we in the free Western World welcomed refugees from Hungary. And never regretted it.

Try to become a bit more European, Mister Orban. That would do.

Wiener G'schichten: 2 € für die Straße.

Es sieht so aus, als würde der kommende Herbst neue Ängste schüren: ich stelle mehr Bettler in den Straßen um den Stephansplatz fest. Von meiner Gasse bis zur U-3 (Kärntnerstraße) gehe ich an mindestens 4-5 Menschen vorbei, die um Geld bitten. Da man nicht allen immer helfen kann, hat sich  die Gepflogenheit ergeben, wenigstens 1 € lose in der Tasche zu haben, damit man im Vorbeigehen schnell etwas geben kann. Jetzt scheinen die Bitten wieder dringender zu werden. Auch werden wieder mehr Obdachlose im Stadtpark gesehen.

Nach dem ersten Schock der Begegnung mit der Armut am Wiener Westbahnhof, wo auch wieder Flüchtlinge aus Budapest ankommen werden, wenn die Ungarn sie endlich weiterreisen lassen, sieht man die bettelnde Armut in den Straßen mit anderen Augen: wir sind immer noch nicht großzügig genug. Könnte es sein, dass wir die Not der anderen teilweise als selbstverschuldet empfinden? Das ist fatal!

Helfen ist schön! 

Ups, da ist es passiert. Vor mir sitzt einer, dem ich etwas geben möchte. Aus Prinzip habe ich jedoch immer nur einen € gespendet. Jetzt finde ich ein 2€Stück in der Hand. Scheißdrauf. Sei nicht so geizig. Nur ich weiß, wie gut es mir geht. Deshalb werde ich jetzt einen Teil meines schönen Lebens, zusammen mit meiner lieben Frau, diesen unübersehbaren Nöten widmen. Als ehemaliger Journalist und Medienmensch weiß ich, dass das Hinschauen wichtig ist, bevor man etwas unternimmt. Schauen wir hin!

Mittwoch, 2. September 2015

Helles Deutschland, auch Österreich - hell.

Der Spiegel, das Magazin hat Deutschland in ein helles und ein dunkles Land geteilt. Wie schön, dass wir auch mit Österreich verbunden sind, wenn es darum geht, Fremden mit dem nötigen Respekt zu begegnen. Cath und ich waren heute Abend am Wiener Westbahnhof. Wir brachten den Flüchtlingen und ihren Kindern große Portionen von Datteln, Feigen, Rosinen und Cashew Nüssen. Unsere Kalkulation war, dass die meisten Helfer zuerst an Wasser, Kleidung, Grundnahrung dachten, weniger an die orientalischen Köstlichkeiten, die vor allem die Kinder seit Wochen vermissen. Unsere Gaben wurden mit großer Freude aufgenommen. Wer sie bekommen hat, wissen wir nicht. Das ist auch nicht wichtig.

Schön war es, mit Menschen zusammen zu kommen, die nur ein Ziel haben: zu helfen. Die Kleingeister mit ihren erbärmlichen Bedenken und egoistischen Reaktionen sind endlich verstummt. Schande über sie, wenn sie denken, dass wir nicht helfen können und wollen. Wir können und wollen es. Ja, wir haben unsere europäische Willkommenskultur wieder entdeckt. Einige zögern noch. Die Ungarn wissen nicht, was sie wollen. Doch die Menschlichkeit wird sich auch dort durchsetzen. Politiker wissen eben nicht, was sie wollen. Wir müssen es ihnen zeigen. Die Probleme sind alles andere als gelöst. Aber wir haben keine Angst mehr und können nicht vor ihnen davon laufen. Also, was uns ein gutes Gefühl gibt, ist hinschauen und etwas tun.

Dienstag, 1. September 2015

"Was von Natur aus gut ist....."

soll man auch so lassen, heißt es auf der Papiertüte. Drinnen liegen 2 Brezeln, die ich noch nicht angebissen habe. Nach langer Zeit habe ich mir auch etwas gekauft, das mein Supermarkt "Extrawurst" nennt. Ich lese da, auf der Rückseite, unter Weglassung der eher verständlichen Mitteilungen: Gewürze, Gewürzextrakte, Stabilisator: Diphosphate, Glucose, Maltodextrin. Geschmacksverstärker: Mononatriumgnutamat, Farbstoff: Echtes Karmin. Antioxidationsmittel: Ascorbinsäure. Konservierungsstoff: Natriumnitrit. Aroma.


Echtes Karmin??? 

Gewöhnlich liest man ja die Zeitung. Da geht es ebenfalls hoch her, vor allem, wenn Hunderttausende die Grenzen überschreiten, auf der Suche nach mehr Sicherheit, Nahrung und einem Bett. Natürlich weiß man, dass die Medien uns auch allerhand Kokolores erzählen. Doch, was die Lebensmittelindustrie auf ihren Produkten verzapft, ist noch eine Schattierung debiler. Was von Natur aus gut ist (wir lieben Lebensmittel und lesen, was gesund macht), soll man auch so lassen. Aber die Scheinheiligkeit, mit der das eine unterstützt und das andere betrieben wird, ist von zynischer Frechheit. Ich habe mir angewöhnt, die unsinnigen Äußerungen auf den Verpackungen zu lesen, bevor ich den Kwatsch kaufe, was zur Folge hat, dass manches Produkt sichtbar in die Regale zurück befördert wird. Was zuviel ist, ist zuviel.


Montag, 31. August 2015

Der Ton wird härter: Chance verpasst!

Eigentlich unvorstellbar: in Ungarn verlangen die Flüchtlinge, nach Deutschland und Österreich durchgelassen zu werden. Züge werden gestoppt, fahren weiter, Tausende hungern, dursten, sind erschöpft und wollen in eine Art Paradies. In diesem Paradies werden sie dann mit feindlicher Ablehnung empfangen. Auch das französische Calais hat ein Problem. Dort wollen die Menschen nach Großbritannien. In Wien und Salzburg kommen erste Züge aus Budapest an. Es macht alles keinen Sinn mehr, auch wenn die Kanzlerin jetzt begonnen hat, das Problem anzusprechen.


Unsere Häuser sind voll mit Unnötigem! 

Die geistlose Rechte, die nur an ihre sogenannten Besitztümer denkt, an ihre nicht vorhandenen Arbeitsplätze, an ihre geliebte Heimat, hat jetzt wieder Argumente in ihrem mageren Programm, um so richtig loszulegen. Es ist eine Schande. Wir dürfen uns das nicht gefallen lassen. Wir bestimmen, wie menschlich wir mit den hilfesuchenden Menschen umgehen. Haltet einfach eure Schnauzen! Ihr habt schon immer Porzellan zerschlagen. Es ist unerträglich geworden, wie ihr bedauernswerte Menschen behandelt.

Lass uns wegfahren! 

Was ist zu tun? Natürlich hat die Politik total versagt. Die Folgen werden wir zu spüren bekommen. Probleme verschlafen, das haben alle in der EU zu verantworten. Die Menschen kommen ja auch über Griechenland und Italien. Es zeigt sich, dass Europa total unreif ist. Ein Ansturm von Hunderttausenden sollte in einer der stärksten Wirtschaftsvereinigungen mit links bewältigt werden können. Lasst uns Wege finden, schnell zu helfen. Europäische Solidarität ist jetzt gefordert. Wir können nicht mehr abwarten.


Dienstag, 25. August 2015

Wiener G'schichten: sie sind wieder da.

Wie die Krähen muten sie an, diese schwarzbekleideten Damen aus dem Orient. Man sieht sie vor allem im Wiener Zentrum, wo die teuren Läden sind. Fast nie alleine, sondern in männlicher Begleitung, oft mit Kindern. Wenn es in Abu Dabi oder Damaskus Temperaturen von über 40° gibt, kommen sie nach Wien. Damit kommen auch die begüterten Orientalen, für die Wien ein Einkaufsparadies ist. Gehen die Temperaturen in ihren Ländern wieder zurück, verschwinden die wie Nonnen ausstaffierten Frauen wieder. Man gewöhnt sich an alles. Auch Conchita Wurst fällt in der Innenstadt etwas auf, wenn sie als MannFrau über die Kärntnerstraße schlendert.

Wir fragen uns natürlich, warum Frauen ihren Körper verhüllen, wenn sie auf die Straße gehen. Es wäre zu kurz gegriffen, anzunehmen, dass ihre Männer sie dazu zwingen. Wenn eine schön ist, zeigt das der Tschador nicht. Wie schade. Der Koran scheint da keine eindeutigen Vorschriften zu machen. Allerdings gibt dieser über den Kopf gelegte und über das Gesicht gezogene bodenlange Überwurf einen gewissen Schutz und damit auch eine gewisse Autorität. Europäische Frauen sind für so etwas nicht zuhaben. Unsere Kultur in Europa neigt eher dazu, nach außen zu vermitteln was man hat.

Man müsste mal mit einer Nonne sprechen, um zu erfahren, welche Gefühle eine solche, meist schwarze, (Ver)Kleidung hervorbringt. In unseren Breiten gehört jedenfalls auch viel Mut dazu, und wohl auch Selbstbewusstsein. Müssen wir das tolerieren? Es gibt Länder, die das verbieten. Meine Meinung dazu ist nicht ganz abgeschlossen. Ich würde gerne den Koran besser verstehen, um das Tragen des Tschadors nicht zu verurteilen.

Montag, 24. August 2015

Ausländer raus! Das klingt irgendwie gut.

Die Dinge spitzen sich zu: der Volksmund, der schon viel Unsinn verzapft hat, springt gerne auf jeden  Zug auf, der gerade vorbeikommt. Man denke an die AIDS-Welle. Da waren alle Erkrankten Homos. Die meisten Opfer, Kinder und Erwachsene in Afrika, haben die Seuche auf andere Weise bekommen. Auch den "Zigeunern", den klassischen Vertretern von Betrug und Diebstahl, hat der Volksmund kaum eine Chance gelassen, als ehrliche Menschen aufzutreten. Und in einem Land, in dem 30 % der Bevölkerung aus Afro-Amerikanern und Latinos bestehen, kann sich ein konservativer Möchtegernkandidat für die Präsidentschaft erlauben, potenzielle Wähler zu beleidigen und das weibliche Geschlecht mit unsinnigen Sprüchen gegen sich aufzubringen. Donald Trump wird keine Chance haben, aber wieviel Porzellan wird er noch zerdeppern, bevor die Vernünftigen ihn abservieren?

Wir sehen, dass die Dinge, manchmal von den Medien hochgeputscht, manchmal von hinterhältigen oder zögerlichen Politikern geduldet, oder wie Sigmar Gabriel es nennt, vom rechten Pack hoch- geschrien, eben diese Dinge in unverantwortlicher Weise gehandhabt werden. Auch der bayrische Löwe, der verzweifelt um Anerkennung ringt, nachdem er die Maut und anderes in den Sand gesetzt hat, dieser Seehofer, fischt schon wieder Stimmen, indem er beim Flüchtlingsproblem von Missbrauch redet, von den sicheren Herkunftsländern, und den unhaltbaren Zuständen.

Deutschland scheint mit 800 000 Flüchtlingen, das sind etwa 40% der umherirrenden Menschen in der EU, das Hauptziel dieser Völkerwanderung zu sein. Das schafft verständliche Ängste, die aber von unseren Politikern nicht gemildert werden. EU-weit ist noch lange keine Gemeinschaftslösung in Sicht. Was wir wissen, ist, dass diese Menschen vor der Not und dem Terror davonlaufen, was ihr gutes Recht ist. Dass es so viele sind, macht die Sache noch schlimmer. Was wir nicht wissen, ist, ob und wie wir helfen können. Natürlich sind Grenzen gesetzt. Diese müssen von den Hilfe suchenden Menschen selbst gefunden werden. Wir in Deutschland haben nach dem 2. Weltkrieg eine ungeheure Flüchtlingswelle verkraften müssen. Die bösen Kommunisten und die ehemaligen Kriegsgegner haben diese Menschen einfach verjagt. Es gab Jahre des Aufbaus, die heute fast vergessen sind.


Heute scheint alles komplizierter, und die Politiker schielen nach ihrer nächsten Wiederwahl. Also kann von denen nichts erwartet werden. Wir Bürger sind es, die die Dinge in die Hand nehmen müssen. Auch hier kann man von Reichen keine Wunder erwarten. Selten erinnern sie sich an ihre eigene Not. Dabei ist alles ganz einfach: statt sich zu ängstigen, muss man akzeptieren, dass die Welt sich ohnehin ständig verändert. Wer anderen hilft, auch in bescheidenem Maße, kann mitreden. Ja, es ist eine Art menschlicher Zunami in Bewegung und das in Richtung auf die wohlhabenden Länder. Noch müssen wir unsere überquellenden Museen nicht öffnen, die teilweise unermessliche Schätze aus den armen Ländern hüten. Also seien wir so großzügig wie möglich und hören wir nicht auf das jammernde Geschwätz der Katastrophenheinis, denen jedes Mittel recht ist, eigene Süppchen zu kochen. Siegen wird entweder die Menschlichkeit, oder die kleinkarierte Raffsucht, der wir täglich ausgesetzt sind.



Samstag, 1. August 2015

Wiener G'schichten: Eveline Kremsers Geschäft

Durch Zufall geriet ich in ihren Laden, ein Elektro-Geschäft, ganz in der Nähe des Zentrums von Wien. Die Schultergasse ist relativ ruhig, doch der Verkehr brandet überall, wo Boutiken, Salons, Luxusgeschäfte sind. Massen von Menschen drängeln sich durch die engen Gassen. Viele Japaner sind darunter. Man sieht, dass das alte Wien schon längst der Modernisierung gewichen ist. Vor kurzem ist wieder ein kleines Geschäft in der Wallnerstraße dem permanenten Umbau gewichen. Die Trafik, mit Zeitungen und Zigaretten, ist nicht mehr da. Es dauerte ein paar Wochen, dann war die Veredelung in ein angrenzendes Modegebäude vollzogen. Der Lauf der Zeit.


Ein Gruß aus Wiens alten Tagen 

Frau Kremser führt noch ihr Geschäft. Als Neuankömmling in Wien fand ich bei ihr, was ich suchte. Es waren ein paar kleine Artikel, die man sonst in der Innenstadt nicht mehr findet. Seitdem nehmen wir uns die Zeit, ab und zu miteinander zu reden. Sie weiß viel über das alte Wien. Auch über Politik wird gesprochen und die allgegenwärtige Flut von Flüchtlingen, die von überall her zu kommen scheinen.

Wie war es früher? Was passiert heute? Viele Landwirte haben aufgeben müssen. Auch kleinere und mittlere Unternehmen. Es wird alles von den Größeren geschluckt. Eveline Kremser kann das täglich beobachten. Wie eine einsame Insel ragt ihr Geschäft in eine Welt hinein, die nicht mehr die unsrige zu sein  scheint. Alles ist größer, wuchtiger, protziger als früher. Damit müssen wir leben.


Dennoch ist Frau Kremser in ihrer Welt glücklich. Sie benötigt keine auffälligen Auslagen in ihrem Schaufenster. Wer etwas sucht, findet bei ihr etwas, vielleicht auch nur ein freundliches Wort. In den anderen Läden im Zentrum wird der Besucher darauf hin abgesucht, ob er ein potenzieller Käufer ist, bereit, satte Beträge hinzulegen. Bei Frau Kremser ist man ganz einfach willkommen.








Rassismus, wie schön, dass es den noch gibt!

Es gab eine Zeit, da war es schick, an die germanische Rasse zu glauben: der Mann, ein hünenähnlicher Schönling, wenn es ging, total blond, mit kurzem Haar. Die Frau, hinreissend germanisch, vielleicht mit Dirndl, doch sie durfte in der Öffentlichkeit nicht rauchen. Außerdem: eine deutsche Frau schminkt sich nicht, hieß es. Bei der Österreicherin wird es ähnlich gewesen sein.


Was ist daran Dritte Welt? 

Ich glaube mich zu erinnern, dass es zur Zeit des Dritten Reiches noch nicht sehr üblich war, den IQ eines Menschen zu testen. Was hätte man da entdeckt, was den gemeinen Rassismus betrifft? Eine Unterdosis? Wertlose Intelligenz? Das Dümmliche am Rassismus ist ja, dass man sich selbst für überlegen hält. Das gibt ein gutes Gefühl. Untermenschen sind die anderen, die leider nicht in unser Klischee passen. Obwohl, der Führer hätte rein vom Äußeren her auch ein Untermensch sein können. Aber lassen wir das.

In den Vereinigten Staaten steht gerade einer vor Gericht, ein Weißer natürlich, wahrscheinlich übergewichtig, der einen Schwarzen erschossen haben soll, der versuchte, davon zu rennen. Der arme Weiße hat Notwehr angemeldet. Kann sein, dass ihm das Gefühl für das Recht auf das Leben der anderen fehlt. Wer kann das verstehen? Das Leben ist das höchste Gut, heißt es irgendwo. Was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu. Müssen solche Banalitäten heute laut verkündet werden?

Rassismus ist, wenn man nicht so viel fressen kann wie man kotzen möchte. 

Wir haben in England bereits erlebt, dass dank des gewollten Zuzugs von Unmassen von Menschen aus der Dritten Welt, den ehemaligen Kolonien, keiner mehr dem Idealbild des Germanen entspricht. Wenn doch, erscheint es gerade noch wie eine Laune der Natur. Diese unsere "Rasse" ist immer schon eine verschwindende Minderheit gewesen. Sie wird es immer mehr. Dunkelhaarige Menschen hat es immer schon gegeben. Sie sind die Mehrheit und können auch nichts dafür. Also, worauf gründet dieses Gefühl einiger unbegabter, gewaltbereiter Unholde in unserer Gesellschaft, die alles so haben wollen wie es nicht einmal früher war? Dem lauten Geschrei muss etwas entgegengesetzt werden. Wir, die Blonden, Weißen, Schwarzen, Dicken, Dünnen, Kahlen, Besonnenen müssen uns bewegen, sonst holt uns dieser Terror ein. Amerika ist hier so wenig ein Vorbild, wie jedes andere Land. Die Armen dieser Welt verdienen es, an unserer sehr mageren Gerechtigkeit teilzuhaben. Leider sehen die meisten nicht so aus wie wir: siehe oben!